Abzocke oder selbst Schuld?

30 Euro für eine vergessene Parkscheibe, Inkasso-Gebühren von noch einmal mehr als 20 Euro: Der WAZ-Artikel über die Parkscheiben-Pflicht auf dem Parkplatz des Pennymarktes an der Hermann-Albertz-Straße hat im Internet für eine heftige Diskussion gesorgt. Abzocke, sagen die Einen. Man solle einfach auf die Schilder achten, die Anderen. Hier eine Auswahl der Beiträge (die Klarnamen der Internet-User sind der Redaktion bekannt):

Wundert euch doch nicht, wenn die Autofahrer sagen, fahre ich zum Bero oder in die Neue Mitte, dort brauche ich nicht auf die Uhr zu gucken (...). Ich denke, 5 oder 10 Euro würden auch reichen, um die Autofahrer zu erziehen. Nur 30 Euro klingt eher nach Abzocke.

Wer mit diesem Vorgehen nicht einverstanden ist, muss diese Orte eben meiden. Auf die Parkordnung wird überall deutlich hingewiesen.

Der Penny-Markt hat doch genau gewusst, mit welchen perfiden Abzockern er sich da eingelassen hat. Wer meint, die Kunden dermaßen verarschen zu können, verliert eben diese Kunden. Mich auch – für immer.

Ich kaufe dort regelmäßig ein. Der Parkplatz ist aufgrund der Innenstadtlage stets gut gefüllt. Insofern ist die Pflicht, eine Parkscheibe zu nutzen, nachvollziehbar. Entsprechend sind wirklich gut sichtbare Hinweisschilder aufgestellt.

Es ist doch eine alte Kamelle, dass auch Nichtkunden hier stundenlang parken. Wer erwischt wird, soll zahlen und nicht rumjammern.

Mir scheint, das hat System. Warum ist denn nicht einfach die vorhandene Parkschranke in Betrieb? Ganz einfach, man nimmt so mehr Geld ein.

Die Gewerbetreibenden in Alt-Oberhausen können nicht anders, weil mittlerweile jeder Quadratzentimenter Parkplatz (...) gebührenpflichtig ist. (...) Wirtschaftsförderung sieht anders aus.