Abstimmung mit den Füßen

Es ist eine Nachricht, die für die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern nicht leicht zu verdauen ist: ihre Schule, die St.-Martin-Schule, soll mit dem Ende des kommenden Schuljahres aufhören zu existieren. Nach dem ersten Schock kommen die Fragen: Was führte dazu? Wurden Fehler gemacht? Schuldzuweisungen jedoch helfen in dieser Situation nicht weiter.

Klar ist, dass die Eltern mit schulpflichtigen Kindern in Alt-Oberhausen mit „den Füßen“ abgestimmt haben – sie haben ihren Nachwuchs lieber an einer anderen Schule im Umkreis angemeldet. Diese Entwicklung fiel nun nicht spontan vom Himmel, sondern war schon seit Jahren absehbar. Der Rat der Stadt hatte der Schule zwar noch eine Schonzeit gegeben, doch stabilisierten sich die Anmelde-Zahlen nicht, rutschten nun unter die gesetzlich festgeschriebene Mindestgrenze.

Darum ist es nur folgerichtig, dass nun über die Auflösung einer Schule entschieden wird, die unter organisatorischen Problemen leidet, an der es für das Kollegium kaum Luft gibt, Konzepte zu entwickeln. Die Kinder dürfen darunter nicht leiden.