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Abholdienst kommt beim Bürger an

22.01.2015 | 00:12 Uhr
Abholdienst kommt beim Bürger an

Am Wochenende misten die Oberhausener besonders gerne aus: Vor allem montags rufen Bürger bei der Stadt an, damit die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) ausrangiertes Sperrgut und kaputte Elektrogeräte abholen. Erst vor 14 Monaten hat die Stadt den früheren Sperrmüll-Dienst laut Abfallkalender auf ein Einsammeln per Anruf umgestellt – eine erste Bilanz stimmt zumindest Fachleute in Rathaus und Politik zufrieden.

Bürger würden nun besser und direkt am Telefon beraten, was auf den Sperrmüll kommt und was nicht. Das senke die Sperrmüllmenge und damit die Abhol-Kosten. Weil Termine zudem nicht mehr öffentlich bekannt gegeben werden, sei Müllfledderern nahezu das Handwerk gelegt worden. Und dass die WBO-Mitarbeiter alte Kühlschränke sogar aus dem Keller tragen, rechnet sich sogar noch für die Stadt: Monatlich rund 6600 Euro fallen aus der Verwertung alter Elektrogeräte an.

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden“, sagt Markus Werntgen-Orman, Leiter des städtischen Umweltbereichs. Immerhin: Das neue System war mit Mehrkosten von 1,8 Millionen Euro im Jahr veranschlagt. Teurer wird’s wegen des Erfolgs für den Bürger aber nicht.

Bis zu 3000 Anrufe gehen im Monat bei der städtischen Sperrmüll-Hotline ein, nur jede zehnte Anfrage kommt per E-Mail. Fachleute fragen genau ab, was abgeholt werden soll, machen Termine aus und organisieren die Routen des Sperrmülldienstes. Innerhalb von zehn Werktagen wird der Abfall wie abgesprochen abgeholt. Das müssen auch keine großen Mengen sein: „Wir kommen auch für einen Stuhl“, sagt Werntgen-Orman.

Ab 18 Uhr am Vortag der Abholung kann der Sperrmüll hinausgestellt werden. Wer das Ausrangierte zu früh oder ohne Anmeldung an den Straßenrand legt, muss mit Ärger rechnen; im schlimmsten Fall droht sogar ein Bußgeld. Acht Mal kam es seit Oktober 2013 so weit.

Nur noch ein kleiner Teil, zwei Prozent des vorgefundenen Sperrmülls, müsste anders entsorgt werden: Die WBO lässt Kartons, Holzzäune oder Türen liegen – Bürger entsorgen sie meist selbst. Oftmals müssen die WBO-Mitarbeiter aber auch unverrichteter Dinge abziehen: Trotz Anmeldung sind Bürgersteige am Abholtag leer. Strafe zahlen Bürger nicht.

Fraktionsübergreifend lobten Umweltpolitiker den neuen Sperrmülldienst. In der jüngsten Umweltausschusssitzung sagte Frank Bandel (CDU), insgesamt sei Oberhausen sauberer geworden.

Stephanie Weltmann

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2015-01-22 00:12
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