Abenteuerpark wirft weltgrößtes Papierschiff einfach weg

Weltrekordjäger Klaus Peter Beier (45) aus Alpen ist betrübt. Das größte Papierschiff der Welt, das er mit seinem Team Ende März im Abenteuerpark am Oberhausener Centro zusammengefaltet hat, ist schneller als gedacht ganz schnöde, still und leise in den Altpapier-Container gesegelt. Rausgekommen ist das traurige Schicksal des XXL-Kahns im Vorfeld von Dreharbeiten eines Fernsehteams, das im Nachgang noch einmal über den jüngsten Weltrekord des Alpener Tüftlers berichten wollte. Auf Anfrage habe eine Mitarbeiterin des Abenteuerparks nur mit den Schultern gezuckt und eingestanden, dass ein Mitarbeiter bei Aufräumarbeiten versehentlich die zusammengelegten Papierbahnen auf den Weg zur Wiederverwertung gebracht habe.

Das bedauerliche Missverständnis ist nicht mehr rückgängig zu machen. Scherzbolde erinnern an das traurige Schicksal von Beuys-Werken: die verschwundene Fettecke oder die von einer Putzfrau blankgewienerte Badewanne des modernen Meisters – mit dem sich der Weltrekordmann aber nicht in einem Boot sieht. Aber allein der Papierwert seines Werkes ist beileibe kein Pappenstiel: 203 Quadratmeter – das entspricht rund 3200 DIN-A-4- Blättern – haben der Alpener und seine Crew gefaltet: 11,90 Meter lang und 3,50 Meter hoch war der Kahn.