Ab ins Freilichtmuseum
18.02.2010 | 16:24 Uhr 2010-02-18T16:24:11+0100
Die Kulturhauptstadt ist derzeit noch ein bisschen im Winterschlaf. Mit der neuen Ausstellung in der Ludwig Galerie beginnt am Sonntag der erste Oberhausener Programmpunkt im Kalender von Ruhr 2010.
In der Tat legt die Schau einen besonderen Fokus auf Oberhausen. Sie bindet die Umgebung der Ludwig Galerie mit Kaisergarten, Emscher und der dort entstehenden Brücke von Tobias Rehberger ins Ausstellungskonzept ein und macht des Oberhauseners liebstes Naherholungsgebiet quasi zum Freilichtmuseum. „Wir wollten auch den sinnlichen Aspekt des Parks nach vorne stellen“, sagt Museumschefin Christine Vogt und fordert Besucher auf zum Flanieren.
Ein ganzer Raum
für Oberhausen
In der Ausstellung im Schloss selbst ist Oberhausen ein eigener Raum gewidmet – Titel: „Vom Schloss zur Stadt“. Dort erfährt man etwa, dass es sich beim Kaisergarten nicht um die historische Ur-Anlage handelt und dass Gebäude und Park eigentlich zur anderen Seite orientiert waren. Zudem liefert die Schau auch an dieser Stelle nette Details. Ein Gemälde zeigt, dass man im Kaisergarten einst reiten durfte – sofern man im Besitz eines offiziellen Zeugnisses war. Pläne des Uhlandparks stehen für Oberhausen als Parkstadt.
Die Ausstellungsmacher von Ludwig Galerie und Emschergenossenschaft wünschen sich, dass die Besucher nach dem Rundgang durch die Schau mit ihren Gartenszenen in Öl, Landschaftsbauplänen und historischer Literatur am Wasser entlang zu Haus Ripshorst spazieren. Ab 12. März sind dort historische Luftbilder ausgestellt, die den Wandel der Freiräume des Reviers illustrieren sollen.

0mitdiskutieren