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Konzert-Kritik

A-ha bleibt A-ha

13.11.2009 | 17:37 Uhr
A-ha bleibt A-ha

Das norwegische Trio A-ha begeisterte am Donnerstagabend in der König-Pilsener-Arena. Schon beim ersten Lied hielt es keinen der 5100 Zuschauer mehr auf den Sitzen.

Seit die norwegische Popgruppe A-ha 1985 ihren internationalen Durchbruch mit dem Hit „Take on me” landete, sind sie aus dem Musikgeschäft kaum mehr wegzudenken. Mit Hits wie „The sun always shines on TV”, „Crying in the rain” oder „Foot of the mountain” trafen sie seit den Achtzigern den Nerv der Zeit. Nächstes Jahr soll die Karriere der erfolgreichen Band enden. Die Abschiedstournee führte das Trio am Donnerstag in die König-Pilsener-Arena nach Oberhausen. Dort begeisterten sie die 5100 Zuschauer mit ihrer gesamten musikalischen Bandbreite: Vom stimmungsgeladenen Synthie-Pop der achtziger Jahre bis hin zur rein akustisch begleiteten Ballade.

Perfekter Einstieg in das Konzert

A-ha in der König-Pilsener-Arena.

Das Trio um Sänger Morton Harket, Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy und Keyboarder Magne Furuholmen wurde von einem weiteren Keyboarder sowie einem Schlagzeuger unterstützt. Der Einstieg in das Konzert gelang mit dem Klassiker „The sun always shines on TV” perfekt. Die Band stellte unter Beweis, dass sie trotz ihrer musikalischen Entwicklung den Synthie-Pop-Sound der Anfangszeit immer noch beherrscht.

Im Laufe ihrer Karriere wandelte sich das Genre vom Synthie-Pop zu einer erwachsenen und natürlich klingenden Popmusik. Die anfänglich im Vordergrund stehenden elektronischen Synthesizerklänge wichen mit den Jahren zu Gunsten von Gitarre und Streicherklängen. Trotz ihrer Entwicklung sind sie ihrem Musikstil stets treu geblieben. Die synthetischen Klänge blieben erhalten, wenn auch nicht so dominant wie früher. A-ha klingt eben immer noch nach A-ha.

Die Bestuhlung wurde schnell überflüssig

Durch die komplette Bestuhlung der Arena entstand nicht der Eindruck, man befände sich auf einem Popkonzert. Der Vorhang war noch nicht gefallen, doch den Zuschauern kribbelte es bereits in den Beinen. Schon vor dem ersten Song wurde die Bestuhlung überflüssig. Beeindruckende visuelle Effekte krönten den Auftakt des Konzerts und entführten den Zuschauer in ein Meer aus bunten Lichtern und Formen. Mehrere Leinwände verstärkten so die Wirkung der Musik.

Das Publikum schwelgte bei den Klängen der Musik in Erinnerungen. Jeder einzelne vermittelte den Eindruck, als ob er mit der Musik etwas ganz Persönliches verbindet. Nicht nur die Klassiker sorgten für euphorische Stimmung. Ebenso zu aktuellen Songs, wie beispielsweise der Titel zur gleichnamigen Tour, wurde von den Besuchern ausgiebig gefeiert und getanzt. A-ha machten durch ihre Bühnenperformance und die Lichteffekte den Abend zu einer großen Show.

Jessica Ristow und Tobias Remmetz (Text), Gerd Wallhorn (Fotos)

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