7934 Likes für die Polizei in Oberhausen

Polizeisprecher Tom Litges freut sich über die vielen Likes für die Facebookseite der Polizei.
Polizeisprecher Tom Litges freut sich über die vielen Likes für die Facebookseite der Polizei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Facebookseite gewinnt wöchentlich bis zu 180 neue Freunde. Ein Beitrag, die Suche nach Zeugen, erhielt 173.000 Klicks.

Oberhausen.. Das Kind erblickte am 15. November 2013 das Licht der Welt und hat nur etwas über ein Jahr später bereits 7934 Freunde bzw. Likes. Polizeisprecher Tom Litges ist selbst überrascht, dass die Facebookseite der Polizei so schnell ein solcher Selbstläufer wurde. Aber dass das so ist, ist gut so, denn die Polizei möchte mit Facebook möglichst schnell, möglichst viele Leute erreichen. Zum Beispiel um ihre Kampagne gegen Wohnungseinbrüche nach vorne zu bringen.

Und es geht mit der Seite weiter bergauf. „In der letzten Zeit haben wir pro Woche jeweils bis zu 180 Likes“, freut sich Litges. Er kümmert sich gemeinsam mit seinen Kollegen von der Pressestelle um die Seite.

Information über Fishing-Mails

Ist die Fan-Gemeinde auf Facebook mächtig gewachsen, erreichen manche der geposteten Beiträge astronomische Klickzahlen. Spitzenreiter war da bislang ein Zeugenaufruf. Als die Polizei am 22. Dezember auf Facebook nach Menschen suchte, Zeugen eines Verkehrsunfalls, bei dem ein 34-Jähriger Dinslakener auf der Essener Straße tödlich verunglückt war, klickten 173.000 Interessierte diesen Aufruf an.

Immerhin 24.000 Menschen interessierten sich für eine Information über Fishing-Mails, die am 12. Januar auf Facebook gestellt wurde. „Da hatten Betrüger mit gefälschten Amazon-Daten versucht, persönliche Daten von Online-Nutzern herauszufinden“, erklärt Litges.

Links zum Presseportal

Ansonsten liegen die Klicks für Beiträge zwischen 4000 und 10.000. Bei Fahndungen sind es bis zu 30.000. Wobei die Polizei hier Text und Bilder selbst aus rechtlichen Gründen gar nicht auf Facebook veröffentlichen darf. Statt dessen werden Links eingestellt, die auf das Presseportal der Polizei verweisen.

Gut geklickt werden im übrigen auch die „Blitzerbeiträge“. An welchen Straßen die Polizei die Geschwindigkeit von Fahrzeugen kontrolliert, wollen immer rund 2000 bis 3000 Leute wissen. Oder: Als ein Betonmischer unter einer Brücke an der Osterfelder Straße festsaß und der Verkehrt sich staute, fuhr Litges raus, um Fotos von dem Desaster zu machen. Die stellte er mit der Meldung ein. 7500 Leute sahen das.

„Leider wissen wir nicht, wie viele Menschen deshalb den Stau umfahren konnten“, sagt Litges. An Rückmeldungen der Facebook-Aktion fehlt es leider noch. Aber, als nach Zeugen für den Diebstahl eines landwirtschaftlichen Gerätes gesucht wurde, meldeten sich die vermeintlichen Diebe auf den Facebookaufruf. Der Fall klärte sich auf.