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28-Jähriger rastete völlig aus

02.10.2012 | 08:00 Uhr
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28-Jähriger rastete völlig aus
Geschafft: SEK-Kräfte konnten den 28-Jährigen überwältigen.Foto: ANC-NEWS

Oberhausen.   Die Nacht von Sonntag auf Montag geriet für Polizei, Feuerwehr und Anwohner der Bebelstraße dramatisch.

Eine lichterloh brennende Wohnung in einer fünften Etage, der Bewohner (28) des Flammeninfernos, der möglicherweise plante, vom Flachdach seines Hauses an der Bebelstraße in den Tod zu springen, ein Spezialeinsatzkommando der Polizei in Aktion – eine dramatische Nacht von Sonntag auf Montag für Anwohner und Sicherheitskräfte.

Polizisten hörten Brandgeräusche

Dabei fing alles zunächst noch recht harmlos an. Gegen 22.15 Uhr rief der 28-Jährige bei der Feuerwehr an und erklärte, bei einem Streit verletzt worden zu sein. Ein Rettungswagenteam machte sich daraufhin sofort auf den Weg Richtung Bebelstraße. Der vermeintlich verletzte Mann wollte sich dann doch nicht helfen lassen. Er verlangte nach der Polizei.

Diese traf kurz danach ebenfalls an der Bebelstraße ein. Doch auch mit den Polizisten sprach der Mann lediglich durch die Wohnungstür. Als die Beamten durch die Tür plötzlich Geräusche wie von einem Brand hörten, alarmierten sie wiederum die Feuerwehr. Ein Löschzug rückte aus. Als er am Ort des Geschehens eintraf, stand die Wohnung in Flammen.

Während die Feuerwehr per Drehleiter den Brand bekämpfte, wurden die Nachbarwohnungen evakuiert. Für solche Fälle hat die Feuerwehr eigens einen alten Bus restauriert. Für die kurzfristig heimatlosen Familien gab es Decken und Getränke. Ein Glück, denn sie mussten die ganze Nacht im Bus verbringen.

Weiträumige Absperrung

Der 28-Jährige nutzte den ganzen Trubel, um vom Balkon seiner Wohnung auf das Flachdach des Hauses zu klettern, das mit fünf weiteren Häusern verbunden ist. Weil die Polizeibeamten überhaupt nicht einschätzen konnte, was der Mann vor hatte, ließen sie das Gelände weiträumig absperren. Die Feuerwehr baute zwei Sprungkissen auf. Der 28-Jährige tigerte derweil auf dem Dach umher. Die Polizei alarmierte schließlich das Spezialeinsatzkommando (SEK). Die Kräfte überwältigen den Mann gegen 5.15 Uhr. Eine halbe Stunde später durften die Menschen im Bus wieder in ihre Wohnungen zurück.

Die Brandermittler machten sich anschließend in der Wohnung an die Arbeit. Ihre Ergebnisse, die heute vorliegen sollen, werden klären, ob fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung vorliegt, ob die Aussagen des Mannes mit den Ergebnissen der Sachverständigen übereinstimmen. Der 28-Jährige wurde am Montag von Polizeibeamten vernommen. Warum er so ausrastete, ließ sich noch nicht klären.

Andrea Micke

Kommentare
02.10.2012
16:33
28-Jähriger rastete völlig aus
von schnurri23 | #2

Es hätte völlig ausgereicht, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, damit kein Fremder geschädigt wird.

1 Antwort
28-Jähriger rastete völlig aus
von K.J.Schmitz | #2-1

Na, wenigstens einer der bei dem ewigen Gejammere der überbelasteten Polizei mal an die Verhältnismässigkeit der Mittel denkt.

02.10.2012
10:46
28-Jähriger rastete völlig aus
von K.J.Schmitz | #1

Wer hier ausratete war wohl eher die Polizei. Wegen eines einzelnen Menschen (auf dem Dach) ein SEK - Kommando anzufordern halte ich für maßlos übertrieben. Ebenso das dieses Kommando völlig vermummt auftritt.
Wer wollte sich denn hier wichtig machen ???? Und das bei der angeblich emormen Überbelastung der Polizei. Da wird unsere Kohle verbraten für nix !!!!

5 Antworten
28-Jähriger rastete völlig aus
von Mit_Schmackes | #1-1

Der Mann redet nur durch die Tür, zündet seine Wohnung an und klettert danach aufs Dach. Was soll denn Ihrer Meinung dann passieren? Seine ehemalige Kindergärtnerin um Rat fragen?
Die Anforderung von Spezialkräften ist der einzig richtige Weg! Die SEK treten in solchen Fällen übrigens fast immer vermummt auf.

28-Jähriger rastete völlig aus
von tipp_top | #1-2

Erst wenn wirklich etwas passiert ist das Geschrei groß und die Polizei hat den Schwarzen Peter ... lasst die einfach ihre Arbeit machen. Ich gehe davon aus, dass ´angemessen´ reagiert wurde. In Amerika reagiert man ´etwas restriktiver´ und fragt (wenn es dann noch geht) erst nachher ... wäre das angenehmer ?

Was soll denn dann passieren?
von K.J.Schmitz | #1-3

Richtig - das frage ich sie auch - das er eine 10 Zntr Bombe vom Dach wirft ???
Und nennen sie mir in einem solchen Fall einen einzigen Grund für die totale Vermummung.
Und #1-2 - Gott sei Dank sind wir (noch)nicht in Amerika !!!

28-Jähriger rastete völlig aus
von FrankNeu | #1-4

Ich würde es gerne erleben, dass jemand in ihrem Haus ein Feuerchen in seiner Wohnung entfacht und dann aufs Dach springt. Wie sie dann reagieren würden, wenn das SEK vor der Türe steht, wäre sicherlich sehr interessant. Wahrscheinlich würden sie es wegen der Kosten wegschicken, gelle?!?!

Um die Sicherheit der eigenen Person sowie die von Angehörigen zu gewährleisten, sind SEK-Kräfte in der Regel vermummt. Ihre Ausbildung ist ähnlich anspruchsvoll wie die der GSG-9-Beamten.
Und die Sicherheit solcher Personen ist definitiv wichtiger, als ihr Unverständniss, dass die SEK-Kräfte vermummt sind.

Sicherheit der eigenen Person @#1-4
von K.J.Schmitz | #1-5

Diese Vermummung dient m.M. nach eher dazu, die Identifizierung der SEK´ler bei Übergriffen zu verhindern.

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