2500 Fans bei „We love MMA“ in der Arena Oberhausen

Fokussiert: Paulina Ioannidou (im Bild) gegen Fran Vanderstukken war der einzige Frauenkampf unter 13 Paarungen bei „We love MMA“, die in der Oberhausener Arena ausgetragen wurden.
Fokussiert: Paulina Ioannidou (im Bild) gegen Fran Vanderstukken war der einzige Frauenkampf unter 13 Paarungen bei „We love MMA“, die in der Oberhausener Arena ausgetragen wurden.
Foto: Ulla Emig
Was wir bereits wissen
Der Kampfsport-Abend „We love MMA“ zieht überwiegend Fachpublikum in die Oberhausener Arena. 2500 Fans sehen 13 Kämpfe, manche sind nach wenigen Sekunden vorbei.

Oberhausen.. Der Großteil im Publikum muss sich von keinem Sitznachbarn das Regelwerk des Mixed Martial Arts (MMA) erklären lassen: Beim Kampfsport-Abend der Serie „We love MMA“ sind die Kenner der Mischform aus Sportarten wie Kickboxen, Judo oder Ringen am Samstag klar in der Mehrzahl. Und so wissen „Profis“ bereits, wenn sich das Ende eines Kampfs anbahnt, was durchaus häufig vorkommt. Nur zwei der 13 Paarungen gehen über die volle Rundenzahl. Für Zartbesaitete ist das sicher nichts.

Mischung aus Kickboxen, Judo und Ringen

MMA ist wegen seiner Härte umstritten, doch auch auf der mit Maschendraht umgebenen Kampffläche gibt es klare Regeln, Aufgaben und Kampfabbrüche. 2500 Fans schauen genau hin. Schläge, Tritte und Griffe funktionieren hier nicht instinktiv, sondern sind im Training erarbeitet worden. Und so kommt es auf den Rängen zu Fachsimpeleien über „den Gegner mit den Oberschenkeln beschäftigen“ oder „Druck in der Oberlage machen“; gemeint ist bei Letzterem übrigens eine Kontrolle des Gegners im Bodenkampf.

Wenn ein Clinch beginnt, ist es still, kurzes Belauern, dann zischen Fäuste durch die Luft. Manchmal geht es ganz schnell. Wenn der Kampfrichter einen Technischen K.o. anzeigt und die Kontrahenten trennt.

Kampfsport

13 Kämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen: Ein Frauenkampf ist auch dabei. Die Kölnerin Paulina Ioannidou (wir berichteten) bekommt es mit der Belgierin Fran Vanderstukken zu tun. Treibende Rap-Musik erschallt beim Einlauf.

Die Lichtkegel drehen sich zum Oktagon, so heißt die achteckige Kampffläche. Der Blick ist fokussiert, die Anfeuerung („Auf geht’s!“) aus dem Publikum nimmt vorne keiner mehr wahr.

13 Kämpfe, die meisten enden vorzeitig

Die ersten Sekunden sind offen. Beide Kämpferinnen teilen aus. Doch dann gerät die Kölnerin in die Defensive. Am Drahtzaun bricht der Schiedsrichter nach einer Schlagserie der Belgierin schließlich ab. Nach 43 Sekunden ist der Kampf vorbei. Schmerzhaft, nach all der konzentrierten Vorbereitung und den guten Vorsätzen. Applaus gibt es trotzdem.