150 Jahre Oberhausen - und keiner kriegt’s mit
10.02.2012 | 18:34 Uhr 2012-02-10T18:34:00+0100
Oberhausen.Ok, Oberhausen ist noch sehr jung, also im Vergleich zu den mittelalterlichen Hellweg-Städten wie Duisburg, Essen, Dortmund. Aber immerhin, stolze 150 Jahre alt wird die Gemeinde in diesem Jahr. Gegründet in der Heide , um dem Drumherum um den Bahnhof eine Struktur zu verleihen.
Oberhausen hat eine besondere Geschichte als Industriestadt, die fast aus dem Nichts heraus entstanden ist. Aber irgendwie scheint dieses Jubiläum unterzugehen. Eine große Feier im Sommer des Jubiläumsjahres oder besondere Aktionen sind zum 150-Jährigen jedenfalls nicht geplant. Klar, die Stadt hat kein Geld und kann für eine solche Historien-Party keinen Cent aufbringen. Aber das identitätsstiftende Jubiläum so sang- und klanglos verstreichen lassen?
Gut, es wird das vierbändige neue Stadtgeschichtsbuch geben. Das ist spannender Lesestoff, der einige Aspekte der Historie, besonders die zeitgenössischen, neu beleuchtet. Lesestoff, der leider erst im September dieses Jahres erscheinen wird, obwohl als Stichtag der Gemeindegründung der 1. Februar 1862 gilt. Die Autoren schreiben noch - das tun sie ehrenamtlich und zum Teil neben der Arbeit. Das braucht wohl seine Zeit.
Und dann verspricht auch die Ausstellung „Stadt der guten Hoffnung“ im LVR-Industriemuseum spannende Bilderwelten. Die aber leider auch erst im September dieses Jahres zu sehen sein werden - mit dem entsprechenden Begleitprogramm aus Vorträgen und Schulveranstaltungen. Dabei ist löblich, dass sich die LVR-Einrichtung, die ja eigentlich kein Stadtmuseum ist, überhaupt für das Jubiläum engagiert.
Das kleine Schmachtendorf macht es vor, zur 250-Jahr-Feier in diesem Jahr wird es dort eine große Sause geben. Aus der Bürgerschaft heraus organisiert und finanziert mit Sponsorengeldern. Das wäre doch auch für Oberhausen möglich.

20:33
@Kberg
Klaus Wehling hat mit seinen Genossen sämtliche Plätze mit Alteneinrichtungen, Billigdiscountern oder gar Parkhäusern zubauen lassen und nebenbei eine Spielhalle nach der anderen durchgewinkt und abgefeiert. Was hat nun Düsseldorf damit zu tun? Wie soll die Anfrage aussehen? Liebe Bezirksregierung, unser Oberbürgermeister ist im Spielhallen- Aldi und Altenheimwahn und hat sämtliche Festplätze hiermit bebauen lassen. Nun haben wir kaum noch Freiflächen, dürfen wir daher etwa eine Jubiläumskirmes in Düsseldorf stattfinden lassen? Für die, die es nicht verstehen: Veranstaltungen spülen, wenn sie vernünftig organisiert sind, Geld in die Kassen, nicht umgekehrt. Deswegen hegen, fördern und pflegen Städte Großveranstaltungen (Düsseldorf, Crange, Soest, Recklinghausen, Köln etc.). Selbst an der Organisation von Trödelmärkten verdienen Unternehmen. Das ist genauso, wie mit Bürgern und Unternehmen, die Steuern und Abgaben zahlen. Auch die sollte man pflegen, damit sie auch bleiben. In Oberhausen ticken aber leider die Uhren anders – da wird jede Veranstaltung in die roten Zahlen katapultiert- Paradebeispiel ist wohl der Weihnachtsmarkt, an dem nur noch Wehling und Muckel Gefallen finden. Und die Bürger sowie Unternehmen werden finanziell so gemolken und ausgequetscht, bis sie weglaufen. Wir können doch froh sein, dass Oberhausen nicht mehr eigenständig über die Finanzen entscheiden kann.
16:45
..agesehen davon ist ein Teil von Oberhausen historisch nur ein Teil von Borbeck.
Und ob es Oberhausen in 150 Jahren noch gibt, weiß auch nur der Konkursverwalter:
02:35
@ stukkkadierta :
Anfragen nach Düsseldorf, der OB hat keine Kontrolle über sich selbst.
@ dersterkrader :
Sterkrade is nicht umsonst in seiner Entstehung undatierbar, nach all diesen Jahren hat man hier immernoch ein Einzigartiges Gefühl das man selber eine Stadt ist. Die Schilder wir sind eine Stadt und andere einzigartige Gebäude (Kaiserhof etc.) sind vielleicht verschwunden , somit sollte doch klar sein das trotz allem wir sowas nicht brauchen weil wir halt Sterkrader sind und immer bleiben werden
20:03
Früher wurden Jubiläen auch mit wenig Geld gefeiert – vorhandene Feste wurde etwa vergrößert. Hier zum Beispiel, auf dem das Plakat der Fronleichnamskirmes 2004 zu sehen ist:
http://www.breaker-page.de/galerie/albums/userpics/Sterkrade2004Aufbau01
1929 erhielt die Stadt die heutigen Stadtgrenzen – daher in 2004 „ 75 Jahre Stadt Oberhausen Größte Straßenkirmes Europas zum Stadtjubiläum“.
Heute ist so etwas schwer möglich, da der jetzige Oberbürgermeister klugerweise sämtliche Festplätze hat bebauen lassen, ohne Ersatzflächen zu haben. Insofern kann in Oberhausen überhaupt keine richtige Großveranstaltung mehr stattfinden. Ansonsten hat sich Herr Wehling in den vergangenen Jahren mit all seiner Energie neuen Spielhallen, Altenheimen, seinem Weihnachtswald und den Gehältern seiner Genossen gewidmet.
09:44
Hallo !
Sterkrade war zu erst da und wird auch nicht gefeiert !