15-Jährige in Oberhausen an Neujahr mit Böller in Brand gesetzt
21.02.2012 | 11:32 Uhr 2012-02-21T11:32:00+0100
Oberhausen. In der Neujahrsnacht erlitt ein 15-jähriges Mädchen leichte Verbrennungen, nachdem ihre Hose durch einen Feuerwerkskörper in Brand geraten war. Die Polizei sucht noch immer den unbekannten Werfer des gefährlichen Knallers.
Weil bisher der Täter nicht ermittelt werden konnte, sucht die Polizei mögliche Zeugen für eine gefährliche Körperverletzung in der Neujahrsnacht. Ein 15-jähriges Mädchen erlitt leichte Verbrennungen, als sie von einem Feuerwerkskörper getroffen wurde.
Kurz nach dem Jahreswechsel um viertel nach zwölf stand eine Gruppe Feiernder auf dem Gehweg an der Mellinghofer Straße in Höhe der Gaststätte „zum schwarzen Schaf“. Ein etwa 55-jähriger Mann – etwa 1,75 m groß, grauschwarzes kurz geschnittenes Haar, normale Statur – hantierte sehr unachtsam mit den Feuerwerkskörpern, die er mitgebracht hatte.
Kurz darauf traf ein grüner Knaller die Jeanshose einer 15-Jährigen. Die Hose fing sofort Feuer. Im Krankenhaus wurden leichte Verbrennungen an der Wade festgestellt. Wer den Feuerwerkskörper geworfen hat, konnte bisher nicht ermittelt werden.
Die Polizei bittet daher Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder sonstige Hinweise geben können, sich mit der Polizei unter der Telefonnummer 0208-8260 in Verbindung zu setzen.

07:47
So werden Gerüchte in die Welt gesetzt und Sachen geschrieben, die absolut nicht den Tatsachen entsprechen. Nur gut, dass das hier direkt revidiert werden konnte dur Lupoghini.
Und wenn Sie richtig gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass das Mädchen eine Jeans getragen hat und die sind bekanntlich aus Baumwolle. Wer lesen kann ist daher absolut im Vorteil!
Das Verhalten von dem Verursacher ist nicht und mit nichts zu entschuldigen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man etwas von einem Knaller abbekommt. Nur war es bei mir bei weitem nicht so schlimm wie bei dem Mädchen. Doch seit der Zeit (ist mittlerweile schon 37 Jahre her), gucke ich mir das Feuerwerk nur noch vom Fenster aus an und selbst das lasse ich meist zu, weil es immer irgendwelche Idioten gibt, die in ihrem mehr oder minder besoffenen Kopf Böller und Raketen unkontrolliert durch die Gegend schmeißen bzw. anzünden.
@Lupoghini: Ich wünsche Ihrer Nicht alles Gute und hoffe, dass man den Mann findet.
19:00
1. Als Minderjährige hat sie um diese Zeit in Begleitung ihrer Eltern zu sein. Wo waren die?
2. Bei solchen Ereignissen trägt man einfach keine Kleidung aus synthetischen Materialien wie Polyacryl oder Polyamid oder anderen Mischgeweben, die sofort Feuer fängt. Angebracht ist 100% Baumwollkleidung z.B. Jeans. Die hätten vor den Verbrennungen mit Sicherheit bewahrt.
3. "Unverantwortlich" vielleicht, aber direkt "böswillig"? Vielleicht war es einfach nur fahrlässig und unachtsam, das wird die Polizei klären. Urteilen tut letztendlich nur einer: der Richter.
4. Trotzdem sehr tragisch. Der Mann hätte sofort helfen müssen. Flammen ersticken, Wasser drüber, Notruf. Wenn man ihm auch keine Körperverletzungsabsicht nachweisen kann, dann zumindest die unterlassene Hilfeleistung.
Hallo "In Der Westen Nichts Neues",
Zu Ihrer Information:
Zu 1.: Meine Nichte war in der Obhut der (völlig nüchternen) Eltern ihrer Freundin, die sie mit dem eigenen Pkw zum Krankenhaus gefahren haben. Aber an Sylvester gibt es nun mal das Phänomen, dass die meisten Menschen ab 0.00 Uhr in den Himmel schauen und nicht alles was am Erdboden passiert sofort bemerken.
Zu 2.: Sie trug (zu ihrem großen Glück) Jeans, Baumwollsocken und festes Schuhwerk (nicht jeder trägt zu Silvester Nylon, Mini und Pumps).
Zu 3.: Über das "böswillig" will ich nicht streiten, von mir aus nehme ich es zurück. Wenn ein Erwachsener einer Jugendlichen (oder jedem anderen) einen gezündeten Feuerwerkskörper von hinten an die Beine wirft, muss das nicht böswillig sein.
Das ist nur unterste Schublade, fahrlässig, unachtsam.
Und spätestens am Neujahrsmittag, wenn einem einfällt, warum man um 0.30 Uhr die Party fluchtartig verlassen hat, ist es nur noch feige.
Und zu 4.: Da sind wir und einig "In Der Westen Nichts Neues"
Vlg
18:33
Es handelt sich hier um meine Nichte und leider ist die Verbrennung nicht "leicht". Es ist sicher, dass dauerhafte Narben zurückbleiben. Die Verbrennungen sind teilweise drittgradig und erstrecken sich fast über die gesamte Wade. Sie durfte 6 Wochen keinen Sport treiben und 4 Wochen wurde beim Arzt jeden 2. Tag der Verband gewechselt. Soweit zur "leichten Verbrennung". Erwachsene, die so unverantwortlich und böswillig mit Feuerwerkskörpern umgehen, sollten dafür auch die Verantwortung übernehmen und sich nicht "aus dem Staub" machen. Leider hat die bisherige Ermittlung der Polizei noch kein Hinweis auf die Identität des Mannes ergeben; vielleicht meldet er sich ja nun freiwillig?
15:13
Für mich sinds knapp mehr als anderthalb Monate.
12:57
Fast drei Monate ist das schon her, das sich da irgendjemand noch dran erinnern könnte bezweifel ich stark.