13 Millionen Euro für Lirich

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Mit mehr als 13 Millionen Euro wurden bislang Maßnahmen des Stadtteilprojektes Lirich umgesetzt. Das geht aus einem Sachstandsbericht der Stadt hervor. Insgesamt, so die bisherige Bilanz, sei in Lirich der „angestrebte Aufbau tragfähiger Strukturen auf einem guten Weg“. Zu solchen tragfähigen Strukturen gehören Wohnen und Wohnumfeld ebenso wie Integration und Gesundheit, Kunst und Kultur und lokale Ökonomie.

Angebote vor allem für Jugendliche

Seitdem 2003 das Stadtteilbüro Lirich eingerichtet wurde, wurden 350 Projekte umgesetzt – von der Neugestaltung von Schulhöfen, Grün- und Spielflächen über Sprach- und Gesundheitsförderung für Kinder bis hin zu Kulturveranstaltungen.

Mehr als 100 von Bewohnern getragene Aktionen wurden zudem initiiert. Hinzu kamen – finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds – mehr als 90 Projekte zur Förderung von Existenzgründern oder zur Vermittlung sprachlicher, sozialer und handwerklicher Kompetenzen für Jugendliche, Migranten und Langzeitarbeitslose. Auch die Gründung der Interessengemeinschaft Lirich e.V. ist ein Ergebnis dieser Stadtteilarbeit. Ferner wurden bislang rund 100 Fassaden im Ortsteil neu gestaltet, weitere Eigentümer haben bereits Interesse bekundet, die Fassaden ihrer Gebäude ebenfalls zu sanieren.

Dass die Liricher Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen einbringen können, wurde mit einer Befragung von 744 Haushalten, Workshops und zwei Stadtteilkonferenzen sichergestellt.

Die eingangs genannten rund 13 Millionen Euro Fördergelder setzen sich aus Städtebaufördermitteln (etwa 7,6 Millionen Euro), dem städtischen Eigenanteil (990 000 Euro), aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (1,9 Millionen Euro), Stiftungsgeldern (185 000 Euro) und privaten Mitteln von Eigentümern (2,8 Millionen Euro) zusammen.

In naher Zukunft wird vor allem die Neugestaltung des Wohnparks Bebelstraße fortgesetzt. Hier erhielt die Stadt 2013 einen Förderbescheid in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro, die Eigentümerin des Wohnparks, die Firma Brack Capital, übernimmt mit 600 000 Euro mehr als den städtischen Eigenanteil von 20 Prozent. Laut Planung soll der dritte und letzte Bauabschnitt noch in diesem Jahr beendet werden.

2014 beantragte die Stadt für Liricher Projekte rund 3,1 Millionen Euro an Städtebaumitteln. Schon Anfang dieses Jahres könnten bei positivem Entscheid die Bauvorhaben – Altenbergpark, Altenberger Straße, Fassadenneugestaltung – in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen vorgestellt werden.