Neuer Chef des Freizeitzentrums bekennt sich zu Kemnade

Der Kemnader See, hier bei Sonnenuntergang, gehört zu den attraktivsten Freizeitzielen im Städtedreieck Witten/Bochum/Hattingen.
Der Kemnader See, hier bei Sonnenuntergang, gehört zu den attraktivsten Freizeitzielen im Städtedreieck Witten/Bochum/Hattingen.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Trotz der geplanten Fusion mit anderen Revierparks und Freizeitzentren steht der neue Leiter Kröger zum Kemnader See. Er sieht aber Erneuerungsbedarf.

Bochum/Witten..  Bei der bis zum Jahresende geplanten Verschmelzung der sechs Revierparks und Freizeitzentren soll Kemnade nicht unter die Räder kommen. Das versichert Thorsten Kröger, neuer Interimsgeschäftsführer der Freizeitzentrum Kemnade GmbH.

Mit seinem vielseitigen Angebot gehören See und Schwimmbad für Thorsten Kröger zu den „fitteren“ Standorten, auch im Reigen der ebenfalls in die Jahre gekommenen anderen Freizeitoasen. Ziel der Fusion sei es, die die Leistungsfähigkeit, sprich Effizienz, insgesamt zu steigern – und Einsparungen, also Synergieeffekte, zu erzielen.

See steht für Vielfalt im Ruhrtal

Bei seinem ersten offiziellen Termin als Nachfolger des pensionierten Geschäftsführers Wilfried Perner zeigt sich der 50-jährige ehemalige Manager der Jahrhunderthalle und Bochumer SPD-Vize gut informiert. Er weiß um die Stärken, aber auch die Nöte am Kemnader See. Das sehr weiträumige Einzugsgebiet gehöre zweifelsohne zu den Stärken. „Die Wittener betrachten ihn genauso als ihren See wie die Bochumer oder Hattinger“, sagt Kröger. Das vielfältige Angebot und die Anbindung an den Ruhrtalradweg seien ein Pfund, wobei er die Gastronomie u.a. mit der „Fabbrica Italiana“ ausdrücklich mit einschließt.

„Es ist schön am See“, zieht der Mann vom Regionalverband Ruhr (RVR) ein erstes Fazit. Gleichzeitig sieht er den Erneuerungs- und Erhaltungsbedarf. „Wir müssen gucken, dass die Dinge in Ordnung bleiben.“ Ein Aha-Erlebnis wie die 2014 fertiggestellte Ruhr-Inline-Bahn nütze nichts, „wenn wir zu wenig in das investieren, was alles trägt und stützt“. Man müsse das Investitonsvolumen prüfen, sagt Kröger, der den Fusionsprozess mit den anderen Freizeitgesellschaften für den RVR an führender Stelle begleitet. Bei Kemnade denkt er dabei gerade an die Technik im Freizeitbad.

Beschwerden über kalte Duschen und Kälte im Kinderbecken

„Wir bekommen ja Beschwerden. Der eine sagt, die Dusche in der Sauna ist zu kalt, der andere das Kinderbecken im Winter.“ Solche Klagen könne man nicht von der Hand weisen, „das muss man auch mal ernst nehmen.“ Kröger betont: „Wir müssen den Standort zukunftsfähig halten. Was will der Kunde, was wollen die Gäste?“ Gerade für Familien solle der See noch attraktiver werden. Wobei man sicherlich nicht jedes Jahr vier Millionen Euro wie zuletzt in die Inliner-Bahn investieren könne.

Als Kurzgastspiel versteht Kröger, der bis zur Berufung eines Hauptgeschäftsführers für die noch zu gründende eine große Freizeitgesellschaft an Bord bleibt, seine Mission am See nicht. „Ich will kein Frühstücksdirektor sein, der nur ab und zu vorbeischneit, wenn es Kaffee und Brötchen gibt.“

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