Tierschützer wollen Hunde vor Hungertod retten
13.10.2009 | 18:36 Uhr 2009-10-13T18:36:00+0200Neuenrade. Rund 140 Hunde stehen in einem Tierheim aus der Stadt Kezmarok in der Slowakei vor dem Hungertod. Mitverantwortlich in diesem Fall fühlen sich auch Tierschützer aus Neuenrade, die deshalb um Futterspenden für die Vierbeiner am Fuße des Tatra-Gebirges bitten.
„Grundsätzlich vertreten wir die Meinung, dass es in puncto Tierschutz in Deutschland genug zu tun gibt”, so Sabine Schröder, die Schriftführerin beim bundesweiten Tierschutzverein Weißepfoten ist. Verantwortlich fühlen sie sich deshalb, weil die Neuenraderin im vergangenen Jahr von einer Vereinskollegin über eine Hundehändlerin im Kölner Raum informiert wurde. Nach Recherchen vor Ort, an denen auch die Neuenraderin Susanne Bachmann beteiligt war, konnte die Händlerin überführt werden. Sie verkaufte Hunde aus eben diesem slowakischen Tierheim und wirtschaftete große Mengen Geld in die eigene Tasche. „Die Vermittlungs-Einnahmen fehlen jetzt dem Tierheim”, erzählt Schröder. Inzwischen fanden zahlreiche Besuche des Tierheims vom Verein Weissepfoten statt. Für die kommenden Monate wurden inzwischen isolierte Hundehütten angeschafft, da immer wieder Tiere im Winter erfroren.
Hilfe vor dem Wintereinbruch nötig
„Beim letzten Besuch war die Situation allerdings sehr dramatisch. Das mitgebrachte Futter wurde sofort vom Auto aus verteilt”, schildert die Neuenrader Tierschützerin weiter. Das Futter reicht für die 140 Hunde nur noch für rund vierzehn Tage.
Schuld daran sei unter anderem auch die Euro-Einführung in der Slowakei, da dadurch alles teurer wurde, auch das Futter. Die städtische Unterstützung hingegen sei unverändert geblieben.
„Wir müssen die Versorgung unbedingt vor dem Wintereinbruch gewährleisten”, bittet daher Sabine Schröder um schnelle Mithilfe. Zu einem späteren Zeitpunkt gäbe es für den Hilfs-Transporter kein Durchkommen mehr. „Uns wird ganz schwindelig bei der Futtermenge, die wir benötigen - und darum brauchen wir Hilfe”, ruft die Neuenraderin in diesem besonderen Fall auf.
„Wer also einen Sack Futter übrig hat, sollte ihn bringen”, bittet die Neuenraderin, die garantiert, dass das Futter auch in der Slowakei ankommt. Denn Vereinsmitglieder bringen es persönlich hin. Spendenquittungen würden, so Sabine Schröder weiter, auf Wunsch ebenfalls ausgestellt.
0mitdiskutieren