Schüler bei Übung über Leiter gerettet
19.09.2011 | 07:00 Uhr 2011-09-19T07:00:00+0200
Altenaffeln.Sirenenalarm am Samstagmorgen: Die Löschgruppenmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Löschzug I rücken zum Brand in der Grundschule Altenaffeln aus.
Während die Lehrerinnen die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse schon vor dem Eintreffen der Einsatzwagen aus Affeln, Küntrop und Neuenrade aus dem brennenden Flur aus dem Gebäude in Sicherheit bringen konnten, nimmt Einsatzleiter Frank Levermann Meldung entgegen: „25 Kindern befinden sich mit ihrer Lehrerin noch im verrauchten Obergeschoss“.
Glücklicherweise entpuppte sich das furchtbare Szenario am Samstag nur als Übung. „Die findet rund alle drei Jahre statt“, erzählte Rektorin Christa Sacher, die ein wachsames Auge auf das spektakuläre Treiben rund um die Einrichtung an der Schulstraße hatte.
Einsatzkräfte schnell zur Stelle
Mit Spannung beobachtet wurde die Rettungsaktion auch von den bereits Geretteten. Die wohnten dem außergewöhnlichen Ereignis aus sicherer Entfernung vom Schulhof aus bei. Mit sichtbarer Anspannung auf den Gesichtern, klar, zugleich aber auch diszipliniert und geordnet. Ruhe und Disziplin herrschte überdies in dem vom Hof einsehbaren Klassenzimmer, in dem Klassenlehrerin Dorothee Berken und ihre Schützlinge die nach und nach eintreffenden Retter erwarteten.
Die ließen auch nicht lange auf sich warten. Nur wenige Minuten nach dem über den Hausalarm eingegangenen Einsatzbefehl rollte das erste Einsatzfahrzeug aus Affeln an. An Sicherheitsleinen befestigt, kletterten dann auch schon die ersten Kinder über die rasch aufgestellten Leitern ins Freie. Unterstützung erfuhren die Affelner Feuerwehrleute kurze Zeit später von den Einsatzkräften aus Neuenrade. Der Löschzug war mit dem Hubrettungswagen vor Ort und trug zur Beschleunigung der Bergung bei.
Bei einem Schulbrand wird grundsätzlich Stadtbrandalarm ausgelöst.
Bei der Wehrübung in Altenaffeln war der Neuenrader Löschzug I mit den Löschgruppen aus Affeln und Küntrop im Einsatz.
An der erfolgreichen Aktion nahmen rund 50 Blauröcke mit sechs Fahrzeugen teil.
Kurz vor dem vermeintlichen glücklichen Ende ereilte die Wehrleute eine weitere Hiobsbotschaft: „Es befindet sich noch eine weitere Person im Gebäude“. Die Sekretärin wurde ebenfalls noch vermisst. „In einem solchen Fall ist es wichtig, sich bemerkbar zu machen. Entweder über rufen und winken oder per Telefon“, machte Stadtbrandinspektor Karsten Runte in der Nachbesprechung deutlich.
Einsatzleiter ziehen positives Resümee
Einsatzleiter Daniel Peters und Gruppenführer Frank Levermann zeigten sich im Rückblick ebenfalls zufrieden. „Eine schnelle und erfolgreiche Aktion“, resümierten die Verantwortlichen aus Affeln. Überschwänglich und auch im Nachhinein noch aufgedreht von dem aufregenden Vormittag umringten die im Fokus stehenden Akteure abschließend ihre Lehrerin. „Die hatten heute ein absolutes Bonus-Programm“, schmunzelte Dorothee Berken.Und ganz zufällig, so war zu erfahren, können die Drittklässler in Kürze noch weitere Erfahrungen in Sachen Brandschutzerziehung sammeln: Im Rahmen eines Ausfluges ins Floriansdorf in Iserlohn.
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