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Ruth Echterhage kandidiert nicht für Vorstand

10.02.2012 | 22:33 Uhr
Ruth Echterhage kandidiert nicht für Vorstand
Geht angesichts öffentlicher Kritik nicht in den Stadtmarketing-Vorstand: Ruth Echterhage.

Neuenrade.„Nach diversen Angriffen aus diversen politischen Lagern auf Projekte und Ideen unserer Fraktionsvorsitzenden ist ein destruktives Klima entstanden. Ruth Echterhage wird deshalb nicht für ein Amt im zu wählenden Stadtmarketing-Vorstand zur Verfügung stehen.“

Diese Mitteilung, unterschrieben vom stellvertretenden FWG-Pressesprecher Bernhard Peters erreichte gestern Nachmittag die WR-Redaktion. Die Freie Wählergemeinschaft hatte sich in ihrer Sitzung in dieser Woche mit dem Thema Stadtmarketing beschäftigt, da hatte Ruth Echterhage den Kollegen diese Entscheidung mitgeteilt.

Das heißt natürlich nicht, dass FWG oder Echterhage sich völlig zurückziehen. Sie hatte schließlich entscheidend am Konzept mitgewirkt, will weiter ihre Stadtmarketingerfahrung aus Nachbarstädten für die aktive Mitgestaltung des Vereins einbringen.

Zu den Gründen für den Rückzug schreibt Bernhard Peters: „Mit ihrer Entscheidung möchte Ruth Echterhage die derzeitigen emotionalen Widerstände auflösen, den Blick der Verantwortlichen wieder auf die wesentlichen Aufgaben des Vereins lenken.“

Beim Thema Einigkeit

Die FWG bedauert, dass man zwar einen politischen Konsens gefunden habe, es aber immer wieder „erhebliche atmosphärische Störungen“ gebe, für die sie die CDU verantwortlich machen. Vor allem der offene Brief von CDU-Ratsherr Jörg Hellweg über einen Beitrag in den FWG-Newsletter sei „unnötig und völlig übertrieben“ gewesen. Ihm sei es nicht um sachbezogene Zusammenarbeit im Stadtmarketing zum Wohle Neuenrades gegangen, sondern lediglich um politischen Krawall, um die FWG und im speziellen Fall Ruth Echterhage zu schädigen.

Die Forderung nach vollkommener politischer Neutralität sei, so die FWG, „wahrscheinlich falsch - schließlich herrscht vollkommene politische Einigkeit bei diesem Thema.“ Richtig sei die Forderung nach einer Zusammenarbeit über die Grenzen aller politischen Parteien, Vereine und Gruppierungen hinweg.

Dieter Linde

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