Radweg durch das Hönnetal
06.11.2008 | 18:22 Uhr 2008-11-06T18:22:00+0100Neuenrade. Mit dem Fahrrad von Neuenrade bis Menden durchs Hönnetal, das ist zurzeit eine recht gefährliche Angelegenheit. Bis 2013 soll sich das geändert haben. Daran wird mittlerweile auf verschiedenen Verwaltungsebenen gearbeitet.
Neuenrades Christdemokraten signalisierten jetzt Unterstützung. Nachdem mehrere Fraktionsmitglieder einen Sonntagsausflug per Fahrrad unternommen hatten, teilte Fraktionschef Alexander Klinke mit: „Wir wünschen uns, dass eine Strecke durch das wunderschöne Hönnetal bis nach Fröndenberg realisiert wird, wo auch ein Anschluss an den Ruhrtalradweg möglich ist. Per Abzweigung in Balve kann dann der tolle Fahrradweg um die Sorpe herum erreicht werden. Am Ende eines Gesamtkonzeptes könnte auch auf der anderen Seite durch Neuenrade hindurch eine Anbindung an das Lennetal geschaffen werden”.
Spätestens im Zuge der „Regionale 2013” solle ein Fahrradweg von Neuenrade bis Menden realisiert werden, weisen die Christdemokraten auf derzeitige Vorbereitungen des Kreises, der Städte und des Landesbetriebs Straßen NRW hin.
Im Kreishaus ist das Thema Bestandteil der Planungen, die für den Ausbau der K12 zwischen Garbeck und Küntrop anstehen, berichtete der Fachdienstleiter Bauen und Planen, Peter Tüch, gestern auf Anfrage. Mit deren Baubeginn sei allerdings nicht vor 2012 zu rechnen. Dann allerdings sei geplant, den anstehenden Straßenbau auch für die Schaffung eines Radweges zu nutzen. Der soll sich nicht nur an der Straßenführung, sondern vor allem auch am Verlauf der Hönne orientieren. Das ist ganz im Sinne des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Der hatte im März in den Kommunen entlang der Hönne die Schaffung eines Hönnetal-Radweges beantragt und positive Reaktionen aus Balve, Neuenrade und Hemer erhalten, wie ADFC-Sprecher Franz-Josef Knur auf Anfrage berichtete. Unter anderem die touristische Aufwertung des Hönnetals hatten die organisierten Radfahrer dabei im Blick.
Von der Neuenrader CDU-Fraktion wurde darauf hingewiesen, dass man sich darüber im Klaren ist, dass die Realisierung, insbesondere im sehr engen Hönnetal zwischen Volkringhausen und der Abzweigung Asbeck problematisch sei. Zudem müssten Details der Finanzierung geklärt werden. Alle Beteiligten würden auch auf nicht unerhebliche Bundeszuschüsse hoffen.
„Wir sind aber sicher”, so Klinke, „dass das ehrgeizige Projekt realisiert werden kann, und wir in wenigen Jahren einen attraktiven, familienfreundlichen und die Belange des Umweltschutzes berücksichtigenden Fahrradweg haben werden.”