Protest gegen Kindersoldaten
15.11.2009 | 17:52 Uhr 2009-11-15T17:52:00+0100Neuenrade. Eine rote Hand zeigten gestern viele Neuenraderinnen und Neuenrader: damit kamen die Gäste der alljährlichen Veranstaltung zum Volkstrauertag in der Aula auf der Niederheide der Auforderung nach, ein deutliches Zeichen zu setzen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten.
„Der Druck auf Regierungen und nicht staatliche Gruppen soll wachsen, damit sie auf die Rekrutierung von Kindern verzichten", machten sich die Hönnestädter Teilnehmer der nicht alltäglichen Ferienfreizeit-Maßnahme „Kriegsgräberpflege in Ysselsteyn" für die weltweite Kampange „Rote Hand" stark. Mit dem Thema Hände" beschäftigte sich überdies auch eine Abordnung des Jugendzentrums.
Sasse mahnte: „Wir müssen alles dafür tun, dass es nie wieder soweit kommen kann. Und unserer Kinder und Kindeskinder weiterhin in Frieden leben können, der jetzt schon 65 Jahre währt.”
Sasse schlug einen Bogen auf ein besondere Ereignisse der jüngeren Geschichte. Dazu zähle die erstmalige Teilnahme eines deutschen Staatsoberhauptes am Staatsfeiertag im Paris. Der wird in Frankreich seit 1922 zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges begangen und fand erst vor wenigen Tagen mit Beteiligung von Bundeskanzlerin Angela Merkel statt.
Musikalische Beiträge, dargeboten vom Evangelischen Frauenchor unter der Leitung von Ingeborg Müller und Pianistin Carmen Verley verliehen der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Begleitet vom Musikverein Affeln und der Chorgemeinschaft Altenaffeln versammelte sich die Gemeinde am Ehrendenkmal in Altenaffeln. Bei seiner Rede zum Volkstrauertag sagte Ortsvorsteher Andreas Wiesemann, dass man Freiheit und Sicherheit nicht als selbstverständlich hinnehmen sollte. Sein Affelner Kollege Josef Hochstein legte in seiner Rede ähnliche Schwerpunkte. Er verwies darauf, dass es noch heute gewaltsame Massenkonflikte auf der ganzen Welt gibt. Seit 1990 seien für die deutschen Interessen in Krisengebieten mehr als 70 Soldaten gestorben. Zivilcourage und Toleranz seien der Maßstab für Frieden, den jeder Bürger als Beitrag leisten könne.
Auch in Küntrop gedachte man der in den Weltkriegen zu Tode gekommenen Menschen. „Kriege werden von Menschen gemacht", sagte Ortsvorsteher Ludger Stracke bei der am Ehrenmal erfolgten Kranzniederlegung. Er erinnerte daran, dass nun wieder junge Soldaten im Auftrag des demokratischen Staates in sogenannten Friedenseinsätzen ihr Leben verlieren.
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