Pastor i. R. wettert gegen Homosexuelle
05.10.2011 | 19:30 Uhr 2011-10-05T19:30:00+0200
Neuenrade.Eigentlich sollte es ein besinnlicher Spätnachmittag werden, zu dem die Landeskirchliche Gemeinschaft eingeladen hatte, der beliebte Sonntagstreff im ev. Gemeindehaus, Erste Straße.
Was da der eingeladene Pastor i.R. Adolf Fritschen aber in seiner Predigt für Aussagen traf, „verwirrte“ die Besucher doch sehr. Man hörte Aussagen wie, ein schwuler Bürgermeister sei eine Schande für unser Land, und: „...Homosexualität ist eine aggressive Haltung gegen Gott“, so der ehemaliger Leiter der Wuppertaler Stadtmission, Adolf Fritschen.
Eine bis dahin gelungene Veranstaltung bekam durch diese Worte einen recht faden Beigeschmack. Heinz-Werner Lennig, der in Neuenrade die Veranstaltungen der Landeskirchlichen Gemeinschaft organisiert, wollte diese Aussagen nachträglich am liebsten gar nicht kommentieren.
Die Gemeinschaft gehört zwar unter das Dach der Evangelischen Kirche, ist aber ein eigenständiger eingetragener Verein. Die WR sprach Pfarrer Harald Steinhoff an, wie er – der nicht am Sonntagstreff teilgenommen hatte – diese Aussagen bewertet, Steinhoff:
„Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, das sind Aussagen, die in der modernen Kirche nichts zu suchen haben. Letztlich die Meinung eines einzelnen, ehemaligen Pastors, die man auch mit Passagen aus der Bibel nicht wirklich begründen kann.
Superintendent Majoress distanziert sich
Homosexuelle Männer oder Frauen sind natürlich auch in der evangelischen Kirche stets herzlich willkommen, unsere Gesellschaft hat doch längst große Fortschritte gemacht!“
Vor zwei Jahren plädierten Pfarrer aus dem Kirchenkreis noch für die Therapie Homosexueller. Superintendent und Landeskirche distanzierten sich. Offenbar aber gibt es noch immer Unbelehrbare, die ihren Status nutzen, um Stimmung zu machen. Diffamierung, Ausgrenzung statt Nächstenliebe. Wer lädt solche Referenten ein? Gut, dass sich im Nachhinein wenigstens noch Pfarrer Steinhoff und Superintendent Majoress von von dieser Hetze distanziert haben.
Superintendent Pfarrer Klaus Majoress kommentierte die Äußerungen von Fritschen mit den Worten: „Von solchen Aussagen distanzieren wir uns deutlich!“ Majoress erinnert in diesem Zusammenhang daran: „Grundsätzlich ist die Landessynode gegen jegliche Form von Diskriminierung und Ausgrenzung homosexueller Menschen!“
Wie man hört, sind Zuhörer und Verantwortliche der Landeskirchlichen Gemeinschaft am Sonntag „... enttäuscht nach Haus gegangen“. Aber, man stelle es den Gastrednern frei, welches Thema oder welchen Bibeltext sie wählen. Dies sei aber ganz sicher „...nicht typisch für den Sonntagstreff“ gewesen, der ja eigentlich ein bereicherndes Zusatzangebot zu den Gottesdiensten der Evangelischen Kirche bieten soll.
09:59
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09:58
dazu gibt es nur eins zu sagen: blödes homophobes altes arschloch! pfui!!