Mit Dunkelschön ins Mittelalter
13.02.2012 | 17:32 Uhr 2012-02-13T17:32:00+0100
Neuenrade.Unzählige Kerzen tauchen das Kirchenschiff der katholischen Kirche in warmes Licht. Die blau angestrahlte Wand im Altarraum verleiht der Bühne eine mystische Atmosphäre und auch akustisch kommt das Publikum auf seine Kosten.
Das wird der Zuhörerschaft am Sonntag bereits nach den ersten Klängen der Mittelalterband Dunkelschön klar. Die Barden aus Franken gastierten auf Einladung der Kirchengemeinde St. Mariä-Heimsuchung und dem Schnupperteam vom forumneuenrade bereits zum zweiten Mal in der Hönnestadt und knüpften nahtlos an die erfolgreiche Premiere von 2009 an.
Personell verstärkt entführten die Musikerinnen und Musiker ihre Fans in längst vergessene Welten. Zum Einsatz kamen dabei nicht nur aus heutiger Sicht fremdartige Instrumente wie Nickelharpa, Drehleier, Davul oder Harfe.
Verschiedene Flöten, Gitarren und mitreißender Trommelwirbel komplettierten das facettenreiche Klangerlebnis - und über allem schwebte noch die gewaltige Stimme von Frontfrau Vanessa Istvan.
Liebliche Balladen gepaart mit schwingender Folklore in fremdartigen Sprachen ließen dem Publikum praktisch keine Wahl. Begeistert ging es im Takt der Musik mit.
Im hinteren Teil der Kirche wurde sogar getanzt. Keine Frage, die unverkennbare Spielfreude der Akteure ist für die begeisterten Zuhörer ansteckend. Der charakteristisch unverkennbare Stil sowie die live und ohne Verstärker dargebotenen Stücke kommen nicht nur bei den zum Teil weit angereisten Fangemeinde von Dunkelschön an.
Fangemeinde teilweise von weit angereist
Auch die heimischen Zuhörer hatten ihren Weg durch die klirrende Kälte wohl kaum zu bereuen. Schade nur, dass das erklärte Ziel der Initiatoren – „die Marke von 200 Besuchern zu toppen“ – nicht erreicht werden konnte.
Nach einem ersten Kassensturz wurden rund 150 Konzertbesucher verzeichnet, auch damit waren die Organisatoren zufrieden. Der Gewinn der Veranstaltung soll zu gleichen Teilen der Kirchengemeinde sowie dem Kulturverein zugute kommen.
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