Ministerin entscheidet im Januar
28.12.2010 | 19:26 Uhr 2010-12-28T19:26:00+0100
Neuenrade.„Viele Kommunen wollen das längere gemeinsame Lernen erproben und haben Anträge auf Errichtung von Gemeinschaftsschulen gestellt“, sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann jetzt in Düsseldorf. Landesweit liegen derzeit 19 Anträge – darunter auch der aus Neuenrade – auf Errichtung einer Gemeinschaftsschule vor.
„Die Planungen gehen weiter“, ist Hauptamtsleiter Dierk Rademacher ziemlich sicher, dass der Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule auch genehmigt wird. Daher werde man, damit die Eltern zur Anmeldung im Februar ausreichend informiert sind, in der Zeit vom 11. Januar bis zum 15. Februar jeden Dienstag von 18 bis 19 Uhr Sprechstunden einrichten. „Wir haben gemerkt, dass viele Eltern noch Fragen haben und unsicher sind“, hat Rademacher Verständnis dafür, dass für eine völlig neue Schulform der Informationsbedarf groß ist.
Zum Infogespräch
Termin geben lassen
„Interessenten sollten sich aber einen Termin geben lassen“, empfiehlt der Hauptamtsleiter. So könnten Wartezeiten verkürzt werden werden. Aber auch, wer spontan die Sprechstunden besuchen will, ist willkommen, muss aber eventuell etwas mehr Zeit mitbringen. „Wir werden alle Fragen beantworten und keinen nach Hause schicken“, richten sich sowohl er wie auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse durchaus auf längere Abende ein. „Um 19 Uhr wird keiner nach Hause geschickt.“
Der Fahrplan der Genehmigung für die Gemeinschaftsschule sieht folgendermaßen aus: Nach der Prüfung der Unterlagen bei der Bezirksregierung, die am 10. Dezember eingereicht wurden, geht der Antrag zum NRW-Schulministerium. „Das sollte bereits kurz vor Weihnachten geschehen sein“, verwies Dierk Rademacher auf ein Gespräch mit dem Bearbeiter in Arnsberg.
„Im Ministerium werden die Anträge bis Mitte Januar geprüft und genehmigt“, erläuterte Jörg Harm, Pressesprecher des Schulministeriums. Somit könnten die organisatorischen Dinge noch rechtzeitig geregelt werden.
Gemeint sind damit die Anmeldetage für die neue Gemeinschaftsschule in Neuenrade. Gleichzeitig wird aber auch die Bezirksregierung eine kommissarische Schulleitung für die neue Schule bestellen und in den kommenden Monaten sich um die Besetzung der erforderlichen Lehrerstellen kümmern. Am 7. September 2011 öffnet dann die Schule erstmals mit der Einrichtung der fünften Klassen ihre Pforten.
Die Hauptschule ist dagegen ein Auslaufmodell. Neuanmeldungen sind – sofern die Gemeinschaftsschule genehmigt wird – nicht mehr möglich. Nach der Verabschiedung der letzten Klasse wird die Schule in einigen Jahren geschlossen.
11:26
19 Anträge = viele Kommunen? Sehr interessante Interpretation der Wirklichkeit.