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Geschichtsreise mit dem Bürgermeister

19.10.2011 | 19:07 Uhr
Geschichtsreise mit dem Bürgermeister
7. Neuenrader Jugend-Fahrt "Miteinander in Frieden leben".

Neuenrade/Ysselsteyn/Duisburg.„Das wollen wir nicht erleben“, so Marlon Kerkenberg (15) und Naike Klüppelberg (15), als sie sich an den Anblick der tausende Kreuze im niederländischen Ysselsteyn erinnern: „Wer den riesigen, 28 Hektar großen Soldatenfriedhof mit seinen 32000 Gräbern besucht, kann nachvollziehen, welches Unheil Kriege anrichten.“

Marlon und Naike gehören zu 15 jungen Hönnestädtern im Alter von 12 bis 18 Jahren, die an der 7. Neuenrader Fahrt „Miteinander in Frieden leben“ teilgenommen haben. Nach mehreren Berlin-Fahrten, einer Brüsselreise und einem Besuch im Internationalen Gerichtshof in Den Haag steht diesmal der Schrecken des Krieges auf dem Reiseprogramm. Nicht nur die Toten in Ysselsteyn hinterlassen tiefe Eindrücke.

Adrian de Winter, 86-jähriger Überlebender von Krieg und Gewaltherrschaft, schildert sein Erleben als 14-Jähriger. Zeigt aber auch auf, wie er später als Architekt seine Lebenserkenntnis lebte:

„Andersartigkeit von Menschen akzeptieren“

„Man soll die Andersartigkeit von Menschen akzeptieren und in Frieden leben.“

Was passiert, wenn man diese Mahnung nicht lebt, erfuhren die Jugendlichen aus Neuenrade im Liberty Park von Overloon.

Militärische Gewalt und die brutale Verfolgung von Menschen ist im dortigen Museum zu sehen.

Was in der Vergangenheit an Miteinander nicht stattfand, kann in der Gegenwart besser gemacht werden, zum Beispiel durch Kommunikation statt Konfrontation. Mehr voneinander wissen ist da der Schlüssel zum Erfolg.

Das setzte die Reisegruppe auf der Heimreise in die Tat um. Bei einem Besuch in der türkischen Moschee in Duisburg-Marxloh, erklärte Taner Kara, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Neuenrader Jugendzentrums, alles Wissenswerte. Fragen wurden bei einer Tasse türkischem Tee beantwortet.

„Wo fahren wir das nächste Mal hin?“

„Wo fahren wir das nächste Mal hin?“ lautete zum Abschluss der Wochenendreise die Frage an Bürgermeister Klaus Peter Sasse, der sich auch diesmal zusammen mit Jugendzentrumsleiterin Gabi Bildstein-Ulianowsky und Maria Ouroumis um den Ablauf gekümmert hatte.

DerWesten

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