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Jahresdienstbesprechung

Feuerwehr leistete fast 10 000 Arbeitsstunden

15.11.2009 | 17:55 Uhr

Neuenrade. „Der Erhalt einer freiwilligen Feuerwehr mit einem Personalbestand von mindestens 100 Aktiven" – das ist für die Neuenrader Wehr die wichtigste Aufgabe für die Zukunft.

Stadtbrandinspektor Karsten Runte machte am Samstagabend bei der Jahresdienstbesprechung im Gerätehaus auf einen deutlichen Abwärtstrend in Sachen Personalsituation aufmerksam: „Die Feuerwehr Neuenrade wird immer kleiner". Derzeit stellen sich 104 Aktive in den ehrenamtlichen Dienst der Bürgerinnen und Bürger. Vor dem Hintergrund anstehender Übertritte in die Ehrenabteilung, müsse die Fahne im Bereich der Nachwuchsförderung um so höher gehalten werden.

Das sah auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse so, der in seinem Grußwort volle Unterstützung zusicherte. „Die Feuerwehr ist ein sicheres Element für alle Bürger.” Die Solidaritätsgemeinschaft müsse immer wieder in den Vordergrund gestellt werden. Dabei seien sowohl die Unternehmer als auch die Stadtverwaltung in der Pflicht. „Schließlich kann es jeden von uns einmal treffen", sagte Sasse.

In Zahlen ausgedrückt wirken die unentgeltlichen und freiwilligen Leistungen der Feuerwehrkameradinnen und Kameraden noch eindrucksvoller. Demnach wendeten die Blauröcke insgesamt 9904 Stunden auf. „Das sind 96 Arbeits-, Übungs- und Einsatzstunden für jeden Einzelnen", bedankte sich Runte für das Engagement. Hinzu kommen noch 977 Stunden Bereitschaftsdienst pro Jahr oder 81,5 Stunden monatlich.

Gut gerüstet für Aufgaben

Einen Löwenanteil der aufgewändeten Zeit nahmen die Lehrgänge ein. Ob das auf die Dauer zu leisten sei, stellten die Verantwortlichen in Frage. Sicher hingegen ist, dass die Neuenrader Wehrleute in den vergangenen zwölf Monaten 130 Mal alarmiert wurden und zu diversen Hilfeleistungen und Löscharbeiten ausrückten.

Runte: „Die Neuenrader Feuerwehr ist sehr gut für die örtlichen Anforderungen ausgebildet und ausgestattet". Auch für überörtliche Aufgaben sei man gut gerüstet. Das sei nur möglich durch die volle Unterstützung von Rat und Verwaltung.

So machte sich die Stadt für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges stark. Das Multistar-Projekt soll Ende November in den Dienst genommen werden. Der Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Küntrop sowie der fast fertiggestellte Anbau am Gerätehaus in der Stadtmitte gehören zu den Highlights des zurückliegenden Feuerwehrjahres.

Iris Scheuermann

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