Bündnisgrüne wollen intelligente Ampeln
10.02.2012 | 22:36 Uhr 2012-02-10T22:36:00+0100
Neuenrade.Mehr Verkehrsfluss auf der B229 und das möglichst bald, wünscht sich die Ratsfraktion Bündnis90/Grüne. Sie beantragt im Rat der Stadt: „Die veralteten Lichtzeichenanlagen an der Ersten Straße/Bahnhofstraße durch intelligente, Verkehrsfluss optimierende Lichtzeichenanlagen ersetzen.“
Die Bündnisgrünen kritisieren: Die bestehenden beiden Kreuzungsampeln und die Fußgängerampel auf der Neuenrader Hauptstraße „schalten vollkommen unkoordiniert". Das behindere „den Verkehr immens“.
Grünen-Fraktionschef Dr. Karl Kaluza schreibt in der Antragsbegründung: „Gleichgültig ob schnell oder langsam gefahren wird, ein ständiges Abbremsen und wieder Anfahren von hunderten von Fahrzeugen täglich führt zu Lärmbelästigungen der Fußgänger und Anwohner, belastet Umwelt und ebenfalls den Geldbeutel der Autofahrer durch den erhöhten Kraftstoffverbrauch.“ Der Wunsch, an dieser Situation etwas zu ändern, ist nicht neu. Seit vielen Jahren würden Vorschläge seitens unterschiedlicher Interessengemeinschaften vorgetragen, bisher ohne Erfolg, schreibt Kaluza. Erfolg sei machbar. Die Grünen haben beim Ampelhersteller Siemens recherchiert. Ihr Ergebnis: „Mittels moderner, funksynchronisierter Lichtzeichenanlagen kann ein optimierter Verkehrsfluss problemlos realisiert werden kann.“
Falls so etwas realisiert würde, wäre das Sache des Landesbetriebes Straßen.NRW. Dessen Sprecher Michael Overmeyer erläuterte am Freitag auf Anfrage der WR: „Technisch ist eine Grüne Welle auf der B229 in Neuenrade möglich.“ Allerdings habe sich vor einigen Jahren ein mit Straßen.NRW zusammenarbeitendes Ingenieur-Büro wegen des vorhandenen Abbiegeverkehrs für Einzelschaltungen statt für eine „grüne Welle“ ausgesprochen. Doch auch da seien grundsätzlich technische Verbesserungen möglich.
Kaluza: „Ein zusätzlicher Mehrwert kann dadurch erreicht werden, dass mittels der neuen LED-Technik eine wesentlich bessere Erkennbarkeit der Lichtzeichenphasen auch bei tiefstehender Sonne gewährleistet ist.“ Außerdem würde Energie gespart.
Ein bisheriges Argument gegen kostspieligere Neuerungen auf der B229, der Ausblick auch die künftige Ortsumgehung, sieht Kaluza nicht mehr als tragend an. Bei Thema Umgehungsstraße sieht er „wegen Geldmangels eine hohe Wahrscheinlichkeit der Nichtrealisierung“.
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