Blintroper trinken reines Quellwasser
22.01.2009 | 17:50 Uhr 2009-01-22T17:50:00+0100Blintrop. Über 25 000 Euro wird der Wasserbeschaffungsverband Blintrop in diesem Jahr in die Hand nehmen, um sein Leitungsnetz weiter zu sanieren.
Blintrop sowie der Ortsteil Benkamp auf Balver Stadtgebiet versorgen sich seit nunmehr 55 Jahren eigenständig mit Trinkwasser. In den 1950er Jahren waren von den angeschlossenen Hauseigentümern die Gräben für die Wasserrohre per Hand- und Spanndiensten eigenständig ausgeschaufelt worden.
„Die Stadt Neuenrade gewährleistet seit der kommunalen Neugliederung die Eigenständigkeit”, erläuterte gestern Gerhard Schumacher im Nachgang zur Jahreshauptversammlung des Verbandes am Mittwochabend. Der Neuenrader Kämmerer übernimmt seit Jahren die Aufgaben eines Geschäftsführers. Das Wasserleitungsnetz in Blintrop ist mit den Jahren nun marode geworden. 2007 war bereits der 600 Meter lange Abschnitt zwischen Borke und Hochbehälter am Ahlenberg für 13 500 Euro modernisiert worden.
Leisten können sich die Mitglieder des Wasserbeschaffungsverbandes die Investition: Sie haben Rücklagen gebildet. Sobald die Leitungen von der Quelle, dem Bächlein Sillmecke, bis zum Chlorhäuschen, wo das Wasser desinfiziert wird, saniert sind, würden nach und nach auch die Zuleitungen zu den Grundstücken erneuert, so Schumacher. Das Wasserleitungsnetz funktioniert allein durch natürliches Gefälle, eine Pumpe ist nicht nötig.
Die Qualität des Wassers in Blintrop wird viermal jährlich untersucht, alle zwei bis drei Jahre unternimmt der Märkische Kreis zudem eine umfangreiche Wasserschau. Eine Notversorgung ist über einen Brunnen sowie, in heißen Sommern, durch den Überlauf des Rückhaltebeckens der Stadtwerke gewährleistet. Da das Trinkwasser sich nicht aus Ruhr, Lenne oder Möhne speist, ist der Giftstoff PFT in Blintrop ein Fremdwort.
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