Begeisterung in St. Marien
10.03.2009 | 12:00 Uhr 2009-03-10T12:00:00+0100Neuenrade. (i.s.) „Bei der einzigartigen Akustik in der katholischen Kirche kann man sich in der besinnlichen und oftmals hektischen Osterzeit entführen lassen in eine andere Zeit und wird durch selten gesehene Instrumente bezaubert”.
Da hatten die Veranstalter vom Neuenrader Kulturforum und der Kirchengemeinde nicht zuviel versprochen.
Die aus Franken angereiste Band „Dunkelschön” bescherte den rund 200 Musikbegeisterten in den ehrwürdigen Mauern des Gotteshauses einen unvergesslichen Sonntag. Und dass die Initiatoren mit der Verpflichtung der Künstler ganz ohne Frage einen Treffer ins Schwarze gelandet hatten, wurde bereits nach den letzten Klängen des ersten Stückes „Der Morgen graut” deutlich: Durch begeisterten Applaus der Zuhörerschaft, der dem mittelalterlich gewandeten Quartett ganz offensichtlich Ansporn war, zur Höchstform aufzulaufen.
Über 1000 Euro für
guten Zweck gesammelt
Dabei wurden die Konzertbesucher unverstärkt und live mitgenommen auf einen Ausflug in die Vergangenheit. Mit im Gepäck hatten die Musiker für das Mittelalter charakteristische Instrumente. In perfektem Zusammenspiel und doch auch ganz individuell ausgearbeitet, kam das Spiel der Flöten, Drehleier, Harfe, Schlüsselfidel, Gitarre oder anderer historischer Klangkörper in vielfältiger Weise zum Ausdruck. Ebenso abwechslungsreich wie die mal melancholisch-zärtlich, dann aber auch lebensfroh-rockig klingenden musikalischen Darbietungen lieferte „Dunkelschön” auch die passenden Erklärungen zur Herkunft der Stücke sowie der verwendeten Sprachen. Letztere reichten von Deutsch und Altdeutsch über Latein, Schwedisch und Französisch bis hin zu einer Fantasiesprache. Diese wurde noch veredelt durch den Gesang von Frontfrau Vanessa Istvan. Deren herausragender Stimmvielfalt gelang es spielend, den Funken überspringen zu lassen und den unverkennbaren Dunkelschön-Stil nachhaltig zu bannen.
Für einen nachhaltigen und guten Zweck soll übrigens auch der Erlös des Konzertes verwendet werden. So geht ein Teil an das Forum Neuenrade zur Förderung weiterer kultureller Angebote. Die andere Hälfte kommt dem Hönnestädter Bruder Hupperich zugunsten seiner Projekte in Papua-Neuguinea zugute. Jeweils 550 Euro kamen zusammen, teilte Initiator Ludger Heitmann vom Forum gestern mit. „Das macht ihr doch hoffentlich mal wieder”, wurde er schon von einer begeisterten Konzertbesucherin gefragt...
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