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Konzert in der Villa am Wall : "Gitarrengeschichte(n)" auf höchstem Niveau

Neuenrade, 29.11.2009, Monika Salzmann

Neurenrade. Auf historischen Instrumenten machten Olaf Van Gonnissen und Stephan Werner - beide Meister ihres Fachs - am Samstagabend in der Villa am Wall mit der Geschichte der Gitarre von der Renaissance bis heute bekannt.

Auf Einladung des Forums Neuenrade reisten die beiden Virtuosen mit ihrem begeisterten Publikum in die Vergangenheit. Nicht zuletzt durch die alten Instrumente erhielten die Zuhörer eine Vorstellung davon, wie Gitarrenmusik in früheren Zeiten klang. Kleine, feine Exkurse über die Entstehung der Vihuela, die spanische Instrumentenbauer nach Verbot der (an die Mauren erinnernden) Laute entwickelten, zur Spielweise einer Barockgitarre und einzelnen Komponisten rundeten den Ohrenschmaus.

Hoch erfreut zeigte sich Irmhild Haastert (Forum Neuenrade) in ihrer Begrüßung über die große Resonanz auf die Einladung zum Gitarrenkonzert mit den hochkarätigen Gästen aus dem Frankfurter Raum. Über Stephan Werners Jurorentätigkeit bei „Jugend musiziert” war der Kontakt zum Forum entstanden.

„Gitarrengeschichte(n)” war der erlesene, anregende Abend mit den sympathischen Gitarrenvirtuosen, die bei der Zugabe die Welt der südamerikanischen Gitarre streiften, überschrieben. Als Duo und solistisch öffneten Olaf Van Gonnissen und Stephan Werner, die sich bei der Moderation abwechselten, für alte und neue Musik Herz und Ohr.

Im 16. Jahrhundert, bei Komponisten wie Enriquez Valderrabano und Luis de Narváez, begann auf der Vihuela – doppelchörig und von der Stimmung her der Renaissance-Laute ähnlich – eine hoch virtuose Reise in die Vergangenheit.

Die Instrumente mit bis zu fünf Schalllöchern avancierten dabei zum optischen Blickfang des Konzerts. Der Überlieferung nach gehörte die Narváez-Komposition „Mille Regrez”, kunstvoll von Olaf Van Gonnissen dargeboten, zu den Lieblingsliedern Kaiser Karls V. Unterschiedlichste Spieltechniken von Greifhand und Anschlagshand zelebrierten die beiden Könner in Vollendung. Klar und transparent gestaltete sich das Zusammenspiel. Forte und piano trumpfte das Duo auf. Im Barock, der unterschiedlichste Besaitung kannte, durfte der berühmte Name Gaspar Sanz („Canarios”) nicht fehlen. „Schlanke”, höher gestimmte Terzgitarren gehörten zum Abstecher in die Klassik, der Beethoven auf zarten Saiten Geltung verschaffte.

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