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Brand

Zug fährt an Flammen und Rauchsäule vorbei

10.03.2010 | 16:13 Uhr

Hüsten. Der Brand in Hüsten hat nicht nur die Feuerwehr am Dienstag in Atem gehalten. Auch die Bahn musste immer wieder auf die aktuelle Lage reagieren. Denn die Schienen führen dicht am Brandort entlang. Zunächst fuhren sogar noch Züge an Flammen und Rauchsäule vorbei.

Das Feuer in einer ehemaligen Produktionshalle der Firma Duropal hat am Dienstag den Zugverkehr auf der Bahnlinie Dortmund bzw. Hagen - Warburg bis in die späten Abendstunden massiv beeinträchtigt. Zunächst fuhren noch Züge - ziemlich nah an der Brandstelle vorbei. Ein Notfallmanager der Bahn war vor Ort, um die Lage einzuschätzen. "Es kommt öfter vor, dass ein Brand in Nähe von Gleisen ausbricht", sagt Udo Kampschulte, Sprecher der Deutschen Bahn NRW. Unter anderem für solche Fälle gebe es die Notfallleitstelle der Bahn.

Zwischen 9.50 Uhr und 16 Uhr mussten Fahrgäste aus Richtung Ruhrgebiet kommend in Hüsten den Zug verlassen, um mit Schienenersatzverkehr die Brandstelle zu umfahren und ab Arnsberg ihre Reise fortsetzen zu können. Entsprechendes galt für die Gegenrichtung.

Ab 16 Uhr erstmal passierbar

Ab 16 Uhr durften die Bahnen die Brandstelle wieder passieren, doch schon gegen 17.45 Uhr loderten die Brandnester wieder auf: Die Strecke wurde erneut gesperrt. Man fürchtete, dass ein Schornstein auf die Gleise fallen könnte, so Kampschulte. „Ab 20 Uhr fuhren die Züge jedoch wieder.”

Wer aber am Dienstag nach Feierabend ins Ruhrgebiet wollte, musste geduldig sein: Zunächst kam keinerlei Durchsage, die über die immer noch andauernde Sperrung informierte. Erst kurz vor Arnsberg die Info: Endstation, alle aussteigen. „Das sollte so nicht sein”, gibt Kampschulte zu.

Obwohl der Schienenersatz alle Gestrandeten schnell von Arnsberg nach Hüsten transportierte, stand um ca. 19.30 Uhr in Hüsten zunächst kein Zug nach Hagen bereit. Der treffe in 20 Minuten ein und fahre um 20.08 Uhr zurück nach Hagen, hieß es vor Ort.

Feierabend

Als der erwartete Zug eintraf, hieß es für den Zugführer: Feierabend. Kampschulte: „Wenn sich die festgelegte Fahrzeit des Lokführers durch diese Unregelmäßigkeit im Bahnverkehr sowieso schon verlängert hat, kann so etwas schon mal vorkommen.” Damit die Reisenden überhaupt noch zu ihren Zielorten gelangen konnten, wurde ein anderer Zugführer von Arnsberg mit dem Taxi nach Hüsten befördert. Erst um 20.40 Uhr setzte sich die Bahn wieder in Bewegung.

Linda Fischer und Kerstin Eigendorf

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