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Waffengeschäft

Umarex-Gewinne zu Lasten der Leiharbeiter?

14.12.2014 | 15:00 Uhr
Umarex-Gewinne zu Lasten der Leiharbeiter?
Gewinne durch preiswerte Leiharbeit soll der Waffenerhersteller Umarex laut IG Metal erzielt haben.Foto: Ted Jones

Neheim.   Schwere Vorwürfe gegen den Neheimer Waffenhersteller Umarex erhebt die IG Metall Arnsberg. So sei der unternehmerische Erfolg in den vergangenen Jahren insbesondere auch durch preiswerte Leiharbeit zustande gekommen, wodurch Umarex Gewinne zulasten der Leiharbeiter erzielt habe.

Nun, wo es eine Absatzkrise für Kleinkaliber-Gewehre in den USA gebe, trenne sich der Waffenhersteller von den allermeisten Leiharbeitern.

Schlechtes Beispiel für Personalpolitik

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Arnsberg, Wolfgang Werth, schreibt in einer Stellungnahme zu dem Bericht über Personalabbau bei Umarex: „Die Schilderungen des geschäftsführenden Gesellschafters zum wirtschaftlichen Umfeld und dem daraus leider resultierenden Personalabbau bei der Firma Umarex sind sicherlich glaubhaft, aber leider ist Umarex ein schlechtes Beispiel für die Personalpolitik in unserer Wirtschaftsregion.“

Der langjährige betriebswirtschaftliche Erfolg des Unternehmens beruhe zu einem großen Teil darauf, dass der Betrieb über 250 000 Arbeitsstunden im Jahr nicht nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie vergüte, sondern nach den preiswerten Leiharbeitstarifen.

Hintergrund
487 Mitarbeiter für Umarex in Neheim tätig

In den drei Bereichen Stammbelegschaft, Heimarbeit sowie Leiharbeit sollen Ende 2014 noch 487 Mitarbeiter für Waffenhersteller Umarex tätig sein.

„Im Übrigen sagen Beschäftigte, dass die Anzahl der Leiharbeiter in der Spitze weit über 150 lag! Wenn man dann noch bedenkt, dass sich die Firma Umarex vor einigen Jahren still und heimlich aus der Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie entfernt hat und die Wochenarbeitszeit einfach von 35 auf 38 Stunden hoch gesetzt wurde, ist der Verdacht doppelt bestätigt“, berichtet Werth.

Nach weiteren IGM-Angaben beklagen Beschäftigte der Firma Umarex, dass die schwierige Auftragssituation, offensichtlich von Führungskräften, zur Disziplinierung der Beschäftigten genutzt werde, mit der Drohung „Die sechs Kündigungen in der Stammbelegschaft waren nicht die letzten!“ Das Thema Führung bereite vielen Beschäftigten Sorge. Der IG Metall werde geschrieben, bei Umarex würde eine „Führung nach Gutsherren-Art“ praktiziert.

Kommentare
14.12.2014
22:17
IG Metall greift Umarex an - Profit durch billige Leiharbeit erzielt
von imVisier | #1

ganz schlechter Stil von der Umarex Geschäftsführung!!

Leiharbeit sollt nur eingesetzt werden um wirtschaftliche Spitzen abzufangen! Wer aber ein...
Weiterlesen

1 Antwort
IG Metall greift Umarex an - Profit durch billige Leiharbeit erzielt
von Oldsiggi | #1-1

mit gleichem Finger muss auf viel mehr Firmen gezeigt werden. Jetzt, wo es um Personalabbau geht, kocht das bei dieser Firma hoch. Das Thema Leiharbeit ist viel mehr verbreitet und solange es nicht knallt, interessiert es niemanden.
Da müsste die Gewerkschaft auch anderswo mal den Finger heben.
Aber mal eine Frage: Die Wochenarbeitszeit von 35 Stunden auf 38 erhöht worden? Mann, das gibt ja Stress hoch3! Die armen Mitarbeiter - das grenzt ja schon fast an Folter ....

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Umarex-Gewinne zu Lasten der Leiharbeiter?
Umarex-Gewinne zu Lasten der Leiharbeiter?
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http://www.derwesten.de/staedte/neheim-huesten/umarex-gewinne-zulasten-der-leiharbeiter-id10139220.html
2014-12-14 15:00
Umarex,Waffen,Neheim,IG Metall,Arnsberg,Gewerkschaft,Pflaumer
Neheim und Hüsten