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Flüchtlingshilfe

Treffpunkt für Flüchtlingshilfe soll in Hüsten entstehen

10.03.2016 | 19:07 Uhr
Treffpunkt für Flüchtlingshilfe soll in Hüsten entstehen
Im Erdgeschoss des Varielbaus neben der Pestalozzischule, Am Hüttengraben in Hüsten, soll ein interkulturelles Engagementzentrum entstehen.Foto: Ted Jones

Hüsten.   Die Stadt Arnsberg will im Varielbau neben der Hüstener Pestalozzischule ein „multifunktionales interkulturelles Engagementzentrum“ schaffen.

Im Erdgeschoss des Gebäudes soll ein Treffpunkt entstehen, in dem neben Flüchtlingen auch schon länger in Arnsberg lebende Zuwanderer sowie bürgerschaftliche Vereine und Initiativen zusammenkommen können. Die Stadt will hier verschiedene Initiativen vernetzen und auch die Selbstorganisation der Flüchtlingsgruppen fördern. So können auch gemeinsame Bildungs- und Kulturangebote organisiert werden.

80-Prozent-Zuschuss möglich

Die Realisierung dieses städtischen Konzepts hängt davon ab, ob das Land die von der Stadt zu beantragenden Fördermittel bewilligt. Es wäre ein Kostenzuschuss in Höhe von 80 Prozent möglich. Die Kosten für den Umbau und die technische Ausstattung des Varielbau-Erdgeschosses beziffert die Stadt auf 118 000 Euro.

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Außerdem sind Personalkosten in Höhe von 245 000 Euro nötig, damit durch eine Vollzeit- und eine Teilzeitstelle die Umsetzung des Konzepts begleitet wird. Die Stadt will für das auf drei Jahre anlegte Förderprogramm Gesamtkosten in Höhe 363 000 Euro geltend machen, wobei ein Eigenanteil von 72 600 Euro verbliebe.

Die Fördermittel kämen dann - bei Bewilligung - aus dem NRW-Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“, das mit einem Volumen von 72 Mio. Euro ausgestattet ist. Der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt Arnsberg, Helmut Melchert, geht davon aus, dass bei Antragsbewilligung die Fördermaßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann.

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Treffpunkt für Flüchtlingshilfe soll in Hüsten entstehen

Die Stadt Arnsberg will im Varielbau neben der Hüstener Pestalozzischule ein „multifunktionales interkulturelles Engagementzentrum“ schaffen.

Im Bereich der Pestalozzischule verfolgt die Stadt noch ein anderes Projekt, das aber nicht zum Förderantrag „Neues Engagementzentrum“ gehört. „Wenn das Land die Pestalozzischule in diesem Jahr nicht mehr als Erstaufnahme-Notunterkunft benötigt, will die Stadt Arnsberg im Altbau ein städtisches Flüchtlingsheim mit bis zu 100 Plätzen schaffen“, berichtet Melchert.

Umbau in ein Flüchtlingsheim an Pestalozzischule

Bei der jetzigen Notunterkunft in der Pestalozzischule handelt es sich um provisorische Unterkunfts- bzw. Schlafplätze, zum Beispiel für mehr als zehn Personen in einem Klassenzimmer. Bei einem Umbau in ein Flüchtlingsheim müssten neue Wohnstrukturen, zu denen zum Beispiel auch neue Küchen gehören, geschaffen werden. Für einen solchen Umbau müsste die Stadt dann auf Eigenmittel aus einem speziellen städtischen Haushaltsposten für Flüchtlingshilfe zurückgreifen. Für die Etatjahre 2016/17 wurden hier 5 Mio. Euro eingestellt.

Martin Schwarz

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Treffpunkt für Flüchtlingshilfe soll in Hüsten entstehen
Treffpunkt für Flüchtlingshilfe soll in Hüsten entstehen
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2016-03-10 19:07
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