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Politik

Streit um Wanderer-Parkplatz in Holzen

17.09.2012 | 18:17 Uhr
Streit um Wanderer-Parkplatz in Holzen
Werner Lattrich fordert die Wiedereröffnung eines Wanderer-Parkplatzes an der Bieberstraße.Foto: Ted Jones

Holzen. Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Holzen, Werner Lattrich (CDU), setzt sich beim Landesbetrieb Straßenbau in Meschede erneut dafür ein, dass es an der Bieberstraße (L 537) in Höhe der „Schafwäsche“ wieder einen Wanderer-Parkplatz gibt.

„Diesen Parkplatz gab es schon über 40 Jahre, doch dann wurde er 2003 plötzlich geschlossen“, berichtet Lattrich. „Damals wurde behördlicherseits argumentiert, dass der Staatsforst NRW, der den angrenzenden Wald bewirtschaftet, den Parkstreifen als Lagerplatz benötigt. Auch wurde behauptet, dass der Parkstreifen häufig verunreinigt gewesen sei.“

Werner Lattrich kann diese Argumentation aber nicht nachvollziehen. „In den Jahren seit der Schließung des Wandererparkplatzes habe ich dort höchst selten eine Nutzung des Parkstreifens durch den Staatsforst gesehen“, betont Lattrich, der seit vielen Jahren dort häufig vorbeifährt. „Auch die Verunreinigungen waren nicht so schlimm, dass der Platz hätte geschlossen werden müssen.“

Unerhört verhallte aber schon 2003 der Protest von Werner Lattrich, der für viele Bürger aus Holzen und Umgebung sprach. Nun nimmt der CDU-Politiker einen erneuten Anlauf, da derzeit die Bie-berstraße zwischen Biebermühle und Oelinghauser Mühle instand gesetzt wird. „Die Straßensanierung wäre eine gute Gelegenheit, den Parkstreifen wiederherzurichten“, meint Lattrich, der ein entsprechendes Schreiben am 2. September 2012 an den Landesbetrieb Straßenbau in Meschede gerichtet hat. Eine Antwort von Thomas Rensing, Leiter von Straßen.NRW in Meschede, steht noch aus.

„Der an gut besuchten Wanderwegen gelegene Parkstreifen war viele Jahre bei Wanderern und Radfahrern, die mit dem Auto anreisten, sehr beliebt. Um so größer war die Empörung der Bürger, als der Parkstreifen geschlossen wurde“, sagt Lattrich. Der Parkstreifen könne als reine Pkw-Stellplatzfläche durch Auftragen einer Schotterschicht für wenig Geld hergerichtet werden. Das „Kaputtfahren“ des Platzes durch Lkw könne man durch entsprechende Beplankung verhindern.

Auch Streit um Radweg-Bau im Biebertal

Ähnlich wie der Streit um den Wandererparkplatz an der Bieberstraße entwickelt sich die langwierige und bisher ergebnislose Diskussion um den Radwegbau im Holzener Biebertal. „Die beste Lösung, direkt an der Fahrbahn der Landstraße 537 einen Radweg anzubauen, wird vom Land als Straßenbaulastträger aus Kostengründen abgelehnt. Denn ein solcher Radweg würde 1 Mio. Euro kosten“, berichtet der Holzener CDU-Politiker Werner Lattrich. „Das mangelnde Geld schmerzt um so mehr, wenn man jetzt den freien Geländestreifen längs der Straßenfahrbahn sieht, der im Zuge der derzeitigen Straßensanierung freigelegt wurde.“

Auch die Alternativplanung, einen Radweg von der Bremkestraße über Kehlsiepen und Bremke zur Bieberstraße zu bauen, scheitert aus Kostengründen. „Denn der Staatsforst will für das Teeren der Strecke, die zu einem Großteil als Schotterweg durch den Wald führt, nicht 50 000 Euro ausgeben“, berichtet Lattrich. Darüber hinaus sei die Strecke (aus Richtung Menden) wegen der starken Steigung für viele Radfahrer ungeeignet.

Martin Schwarz



Kommentare
17.09.2012
21:12
Streit um Wanderer-Parkplatz in Holzen
von truckerchen | #1

Denn der Staatsforst will für das Teeren der Strecke, die zu einem Großteil als Schotterweg durch den Wald führt, nicht 50 000 Euro ausgeben“

"Geteert" wird schon lange nicht mehr. Teer ist nämlich beim Straßenbau, im Gegensatz zu den Zigaretten, aus Umweltgründen verboten. Heute asphaltiert man.

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