Streit um Mauer an Marktstraße - Stadt reagiert auf Protest
01.02.2012 | 10:23 Uhr 2012-02-01T10:23:00+0100
Hüsten.Nach vehementen Protesten aus Hüsten hat die Stadtverwaltung ihren Gestaltungsvorschlag für eine neue Raumkante an der Hüstener Marktstraße nachgebessert. .
Auf dem Areal der Häuser Marktstraße 11 und 13, die in den nächsten Tagen für neue Parkplätze am Kress-Neubau Schützenwerth abgerissen werden, wird als neue Raumkante zur Marktstraße eine Kombination aus Bäumen, Hecken und Mauern entstehen. Die drei Mauerabschnitte (mit Naturstein-Verblendung) sind jeweils vier Meter lang und 1,40 Meter hoch. Dazwischen befinden sich Hecken und Bäume. Direkt hinter dieser Raumkante entsteht noch ein zwei Meter breiter Grünstreifen.
Dieser Planungsvorschlag der Verwaltung wurde am Dienstagabend zwar einstimmig von den Politikern im Planungsausschuss der Stadt Arnsberg genehmigt, doch die Diskussion bis dahin war keineswegs einmütig. Planungsausschussmitglied Andreas Posta (SPD), der auch Mitglied des Hüstener Bezirksausschusses ist, trug die Entscheidung zwar letztlich mit, hatte aber Magengrummeln dabei. Er meinte: „Die Hüstener Bedenken hinsichtlich der Schaffung eines künstlichen und unnötigen Angst- und Schmutzraums sind nicht beseitigt.“
Postas Wunsch, die Stadtverwaltung möge vor der entscheidenden Ratssitzung am 14. Februar noch einen anderen Gestaltungsvorschlag für die Raumkante machen, war im Planungsausschuss nicht mehrheitsfähig, zumal einige SPD- und CDU-Planungsausschussmitglieder aus Neheim schon gestern den Kopf darüber schüttelten, wie viel Verwaltungsaufwand hinsichtlich einer Hüstener Raumkanten-Gestaltung betrieben wird. Umgekehrt war der politische Druck aus Hüsten nur gering (Rupert Schulte hatte sich für befangen erklärt und nahm an der Diskussion nicht teil). Nur Werner Lattrich (CDU) aus Holzen sprang Andreas Posta (SPD) bei der Diskussion bei. So blieb für die Hüstener nur ein Teilerfolg: Die Mauerabschnitte werden nur 1,40 Meter hoch sein und unterschreiten um 20 Zentimeter den in der Verwaltungsvorlage vorgegebenen Maximalwert von 1,60 Metern.
Hinsichtlich der Verkehrsführung konnten sich die Hüstener auch nicht durchsetzen. Die sichtbehindernde Ausfahrt neben Marktstraße 15 wurde aus Hüstener Sicht notgedrungen akzeptiert, denn man wolle bei nachträglicher Verschwenkung der Ausfahrtsstraße wegen der dann notwendigen Neuauslegung des Bebauungsplans dem Investor Kress keine dreimonatige Bauverzögerung zumuten. Der von Werner Lattrich vorgetragene Alternativ-Vorschlag, eine Einbahnstraßen-Regelung - wie früher beim Edeka-Markt einzuführen - fand bei der Stadtverwaltung kein Verständnis. „Wir wollen keine neuen Zwangsverkehre über den Schützenwerth schaffen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, das die von uns geplante Verkehrsregelung funktioniert“, sagte der städtische Planungschef Thomas Vielhaber.

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an das Kanzleramt in Berlin