Stina Hellmann gestaltet Bühnenbild für Prunksitzung

Bühnenbild-KG-BW-Neheim
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Foto: WP

Neheim..  Das Bühnenbild für die Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim nimmt Gestalt an und wird richtig bunt. Mehr als 20 Schüler und Schülerinnen des St.-Ursula-Gymnasiums der Jahrgangsstufe 11 (Q1) haben in einem Schülerprojekt karnevalistische Bühnenbilder entworfen. Aus einer Vorauswahl von 16 Bildern entschied sich der Vorstand der KG Blau-Weiß Neheim für das Bild von Stina Hellmann.

Die 17-Jährige aus Niederense hatte mit ihrem Bühnenbild-Entwurf nicht nur Karnevalspräsidentin Gertrud Franke sondern auch den Deutsch- und Kunstlehrer am SUG Haimo Hieronymus überzeugt.

Markante Gebäude dargestellt

Die einzigen Vorgaben waren, Möppelpärchen und Vereinsfarben sollten sich auf dem Bühnenbild wiederfinden. „Ich wollte erst eine Skyline von Neheim zeichnen. Denn für mich sind die Häuser, die Gesichter einer Stadt. Sie verbinden einen mit der Stadt, in der man lebt“, betont Hellmann.

So fanden in ihrem Entwurf und im zukünftigen Bühnenbild einige markante Neheimer Gebäude ihren Platz. Wie der „Sauerländer Dom“, die Synagoge, der Fresekenhof oder das SUG-Gebäude. Um sie karnevalistisch wirken zu lassen, haben die Gebäude Gesichter. Die beiden Flüsse Ruhr und Möhne hat sie nicht vergessen. Am linken und rechten Seitenrand des Bildes stehen der Neheimer Möppel mit Möppelinchen und halten je eine der berühmten Kaiser „idell-Leuchten“ in der Hand. Sie lassen „Neheim - Blau-Weiß“ und das Geschehen auf dem Bühnenbild erstrahlen.

„Für mich sind die Leuchten auch ein Wahrzeichen von Neheim. Es sind eben Kleinigkeiten, die eine Stadt prägen“, meint Hellmann. Sie ist stolz, dass ihr Entwurf nun auf 60 Quadratmeter Bühnen-Molton mit Acrylfarben aufgetragen wird. „Das Bild ist lustig und nicht überladen. Es macht viel Spaß, dass unsere Projektgruppe gemeinsam das Bühnenbild vollendet“, betont Jana Vollmer (16) aus Neheim. Für sie ist es wichtig, dass man dazu beitragen kann, so etwas großes und nachhaltiges zu machen.

Schöne Aufgabe

„Als Schüler etwas schaffen, was in die Geschichte eines Vereins einfließt und über Jahre zu sehen ist“, schwärmt Vollmer. Die jungen Künstler haben nur die Köpfe vom Möppel und Möppelinchen auf das Molton projiziert, den Rest freihändig gemalt. „Die jungen Leute sind voll motiviert und haben viel Spaß. Sie malen das Bühnenbild in ihren Weihnachtsferien“, so Projektleiter Hieronymus. Für Olivia Hecking (16) aus Neheim ist das eine gute Abwechslung vom normalen Kunstunterricht: „Sonst hat man sein Bild auf dem Tisch vor sich liegen. Jetzt muss man auf die Galerie oder Leiter, um aus der Entfernung die Wirkung des Bildes zu sehen.“