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Stadt will Regenwasser kostengünstiger beseitigen

25.01.2008 | 22:58 Uhr

Arnsberg. (mas) Die Stadt will das Regenwasser auf den Straßen kostengünstiger beseitigen. So könnte das Oberflächenwaser auf wenig befahrenen Straßen (unter Einhaltung technischer Regelwerke) nicht in die Kanalisation abgeleitet werden. ...

... Wenn die Stadt zwei Prozent ihrer kanalwirksamen Straßenfläche abkoppelt, könnte die Stadt jährlich 50 000 Euro sparen.

Natürlich kennt auch die Verwaltung die Schattenseite der Medaille: Was die Stadt nicht zahlt, müssten die übrigen Gebührenzahler (private Haushalte und Firmen) in Höhe von 1 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche pro Jahr draufzahlen. Denn der Ruhrverband kann bei insgesamt geringeren Abwassermengen die Preise nicht senken, weil die technische Ausrüstung hohe Fixkosten verursacht.

"Wir werden nur einem Verfahren zustimmen, bei dem sowohl Stadt als auch Bürger kostenmäßig entlastet werden", zeichnete Harald Kaufung, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, schon einmal die politische Linie seiner Partei vor. Die Kostenfrage sei hochkomplex und müsse im kommenden Sitzungslauf des Rates erörtert werden. Dabei kritisierte er die Stadtverwaltung, die im Dezember mit einer bloßen Mitteilung an die Politiker (ohne Beschlussvorschlag) die Angelegenheit habe durchwinken lassen wollen.

Seine Kritik teilte Kaufung Pressevertretern am Rande des gestrigen Neujahrsempfangs der SPD-Ratsfraktion mit. SPD-Fraktionschef Franz-Josef Schröder blickte mit Genugtuung aufs Vorjahr und aufs neue Jahr. "Mit Bündnis für Familie, Seniorenakademie und Ehrenamtspass wurden und werden SPD-Anträge umgesetzt", meinte Schröder. Als Fraktionsprogramm für die nächsten Monate nannte er:

Evaluierung der städtischen Gesellschaften, Folgen des KiBiz (künftige Kindergartenbeiträge), Einrichtung eines Jugend-rates in der Stadt Arnsberg (Antrag gestern eingereicht) Laptop-Klassen (am Beispiel von Unna) Schaffung von Indoor-Spielplätzen Neunutzung des Alt-Arnsberger Ex-Hallenbades (siehe Lokalseite 1) Ordnungspartnerschaft intensivieren Gewerbegebiete Gut Nierhof Voßwinkel und Wilds-hausen besser vermarkten für beste medizinische Versorgung in der Stadt sorgen. Hierbei kritisierte Schröder, dass das Marienhospital nicht als dritte Einrichtung bei den Fusionsgesprächen zwischen JoHo und Karoline am Tisch sitze. "Es stimmt nicht, dass das Marienhopital keinen Gesprächsbedarf hat", sagte Schröder und wies eine Behauptung des JoHo-Kuratoriumsvorsitzenden Hubert Cloer zurück. "Die SPD ist nicht gegen die Fusion von JoHo und Karoline, doch das Marienhospital muss jetzt am Tisch vertreten sein, um bei der langfristigen Aufgabenverteilung zwischen allen drei Häusern die richtigen Weichen zu stellen."

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