Seniorenhaus Klostereichen wird umgebaut

Die Bauarbeiten im Hüstener Seniorenhaus Klostereichen haben bereits begonnen. Für Altenheimbewohner/innen wie Ursula Giesa (rechts) und Margret Otto (Mitte) ist dies eine interessante Angelegenheit, die für Gesprächsstoff sorg
Die Bauarbeiten im Hüstener Seniorenhaus Klostereichen haben bereits begonnen. Für Altenheimbewohner/innen wie Ursula Giesa (rechts) und Margret Otto (Mitte) ist dies eine interessante Angelegenheit, die für Gesprächsstoff sorg
Foto: Ted Jones/WP
Was wir bereits wissen
Caritas investiert 5,5 Millionen Euro. Ziel: Mehr Wohnkomfort und stärkeres Gemeinschaftserlebnis

Hüsten..  Das Hüstener Seniorenhaus Klostereichen wird komplett umgebaut, um den Bewohnern mehr Wohnkomfort und mehr kommunikatives Miteinander zu ermöglichen. Künftig hat jedes Zimmer ein eigenes neues Bad mit Dusche und WC. Die bisherigen Twinbäder (zwei Zimmer teilen sich ein Bad) entfallen.

Die Wohnbereiche werden komplett saniert und erhalten neue Bodenbeläge sowie neu gestaltete Wände und Decken. Als Träger des Seniorenhauses Klostereichen wird der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern etwa 5,5 Millionen Euro in die Sanierung investieren. Die Arbeiten erfolgen in drei Bauabschnitten. Mitte 2018 soll alles fertig sein.

Beim täglichen Zusammenleben der 113 Bewohner wird sich nach der Bausanierung einiges ändern. Pro Wohnebene werden drei Wohngruppen mit jeweils etwa elf bis 14 Bewohnern gebildet. Die einzelne Wohngruppe kann sich dann tagsüber in einer Wohnküche treffen, in der Gelegenheit zum gemeinsamen Kochen (kein Zwang) gegeben wird.

Beim gemeinsamen Kochen mit einer Betreuerin können die Hausbewohner besser ins Gespräch kommen als in den jetzigen großen Aufenthaltsbereichen. Auf einer Wohnebene besteht jetzt ein großer Aufenthaltsraum für etwa 45 Personen (ohne Küchenzeile).

Es wird kräftig umgeräumt

Die vorbereitenden Arbeiten für den kompletten Umbau des Seniorenhauses haben bereits im vergangenen Januar begonnen. Im März soll es dann im ersten der drei Wohntrakte richtig losgehen. Bei jedem einzelnen Bauabschnitt wird jeder Wohntrakt komplett leergeräumt und dann geschossweise von oben nach unten komplett durchsaniert. Im Zuge der Komplettsanierung des Seniorenhauses Klostereichen wird auch der Eingangsbereich mit Cafeteria neu gestaltet. Am äußeren Erscheinungsbilddes Hauses wird sich nicht viel verändern. Nur in Teilbereichen gibt es Anpassungen. Im Bauteil C wird über drei Etagen ein Anbau von Wohngruppenräumen mit einer Balkonanlage errichtet, die Wohngruppen in den Bauteilen A und B erhalten im 1. und 2. Obergeschoss vorgesetzte Balkone.

Die betroffenen Hausbewohner werden in der einzelnen Bauphase an einer anderen Stelle des Seniorenhauses in Übergangszimmern untergebracht. Sie können Zimmer nutzen, die bisher als Kurzzeitpflegeplätze dienten. Vor Beginn der Bauarbeiten wurden diese Kurzzeitpflegeplätze nicht mehr belegt. Weiterer Platz wird dadurch geschaffen, dass intern umgeräumt wird und Räume vorübergehend neuen Zwecken dienen. So kann das Haus bei laufendem Betrieb saniert werden.

Auch nach der Sanierung wird das Haus wieder 113 Personen als Bewohner aufnehmen. Die Anzahl der Einzelzimmer wird aufgrund gesetzlicher Vorschriften deutlich erhöht. Während es bisher 61 Einzelzimmer und 26 Doppelzimmern gab, werden es künftig 77 Einzelzimmer und 18 Doppelzimmer sein.

HINTERGRUND

Neue gesetzliche Auflagen sind zu erfüllen

Seniorenhäuser müssen ab Mitte 2018 eine Einzelzimmerquote von mindestens 80 Prozent aufweisen. Dies sieht das Wohn- und Teilhabegesetz vor. Nach dem Umbau wird das Seniorenhaus Klostereichen die Quote erfüllen. Bis Mitte 2018 sollen auch die anderen drei Seniorenhäuser des Caritas-Verbandes Arnsberg-Sundern umgebaut werden. Hüsten ist das erste Objekt, in dem die Baumaßnahmen umgesetzt werden.

Der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern betreibt auch noch die Seniorenhäuser „St. Anna“ (Ringlebstraße in Alt-Arnsberg), „St. Joachim“ (früher: „Haus Sauerland“), Grafenstraße in Alt-Arnsberg, sowie „St. Franziskus“ (Rotbuschweg in Sundern)