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Schnadewimpel erinnert an Stadtjubiläum

07.09.2008 | 21:26 Uhr

Neheim. (ad) Am Samstag um 9.37 Uhr machten sich mehr als 200 Bürger/innen auf zum Neheimer Schnadegang. Stadtförster a. D. Heinz Dohle blies auf sein Ochsenhorn zum Start.

Den über 100 Jahre alten Schnadewimpel trug der 12-jährige Lars Krampe. Zum 650. Jubiläum der Stadtrechte Neheim hatten Schützenbruderschaft, Heimatbund und SGV-Abteilung den traditionellen Schnadegang organisiert. Unter den Wanderern waren auch die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner sowie die Landtagsabgeordneten Klaus Kaiser und Gerd Stüttgen. Der Weg führte zunächst Richtung Schwiedinghauser Feld. Der Vorsitzende des Heimatbun-des, Franz-Josef Schulte, erklärte den Wanderern, das der Ort eine Hude (Waldweide) war. Der Hudehirt hütete hier Schweine und Schafe. Die Hirten hatten bei Schützen-festen freien Eintritt und mussten von den Schützen verpflegt werden.

Am "Silbersee" entlang und dann durch den "Kirchenwald" ging es zum Potsdamer Platz in den Staatsforst Holzen. Dort empfingen Schützenbrüder in historischen Kostümen die Wanderer. Die SGV-Abteilungen aus Holzen, Herdringen und Vosswinkel kamen dort bei dieser Stern-Schnad hinzu. Bernhard Padberg, Alex Paust und Meinolf Strackbein erzählten Dönekes von früheren Schnadegängen.

30 Wanderer gepohläst Am Grenzstein aus 1840 angekommen, erläuterte Schulte, dass das Hohlwegbündel im Stadtwald ein Bodendenkmal ist. Beim Pohläsen schwitzten Bernd Obertrifter und Carsten Eckertz mächtig. Rund 30 Schnadegänger wurden gepohläst. Darunter Schützenkönigin Bärbel Glaremin, Jägerkönigspaar Hermann und Marion Aland sowie Gerd Stüttgen und Schützenoberst Cloer. Er wurde nach Neheimr und Holzener Art auf den Grenzstein gesetzt. Am Fresekenhof wurden die Schnadegänger vom Fanfaren-Korps Neheim-Hüsten empfangen.

Cloer begrüßte hier über 300 Gäste, darunter Bürgermeister Vogel. Ein besonderes Geschenk bekamen die beteiligten SGV-Abteilungen und Heimatbund von der Schützenbruderschaft. Einen extra angefertigten Schnadewimpel. Für die zünftige Musik sorgte das Blasorchester der Arnsberger Bürgerschützen. Präsente bekamen: Dagmar Ker aus Australien (sie war am weitesten angereist), Lennart Cloer (4 Jahre) als jüngster und Willi Keggenhoff (82 Jahre) als ältester Teilnehmer. Beim Schnadegelage gab es Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und reichlich Erfrischungen.

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