Prozessions-Teilnehmer vor Wallfahrt in Neheim mit Messer bedroht
04.09.2012 | 17:23 Uhr 2012-09-04T17:23:00+0200
Neheim. Kurz vor Beginn der traditionellen Fußwallfahrt nach Werl kam es zu einem Zwischenfall auf dem Neheimer Marktplatz. Ein betrunkener Mann geriet in Streit mit zwei Prozessionsteilnehmer. Bei der Auseinandersetzung zog der Randalierer ein Messer und bedrohte die beiden Wallfahrer.
Gegen 5.45 Uhr randalierte am Sonntag ein betrunkener Mann auf der Hauptstraße, indem er u. a. ein Werbeschild an der Straße umwarf. Dies sahen zwei Organisatoren der Prozession, ein 62-jähriger Enser und ein 72-jähriger Neheimer, die zusammen an einem Auto standen.
Der 62-Jährige rief den Betrunkenen zur Ordnung. Davon fühlte sich der junge Mann aber provoziert, ging auf den 62-Jährigen zu und beleidigte ihn übelst. Danach bedrohte der junge Mann die Senioren zunächst verbal, dann zog er plötzlich ein Messer und bedrohte damit sowohl den 62- als auch den 72-Jährigen.
Daraufhin wurde kurzerhand die Polizei alarmiert, die den Mann mit dem Messer aber nicht mehr festnehmen konnte. Ohne dass es zu Tätlichkeiten kam - niemand wurde verletzt -, zog der Betrunkene in Richtung Burgstraße weiter und warf noch Stühle eines Imbiss-Betriebs um.
Polizei sucht den Randalierer
Der 62-jährige Enser erstattete Anzeige bei der Polizei. Gegenüber den Beamten wurde folgende Täterbeschreibung gegeben: Der gesuchte Mann ist etwa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, er trägt dunkelblonde, kurz geschnittene Haare. Bekleidet war der Betrunkene mit einer beigen Hose und einer dunklen Kapuzenjacke. Hinweise an die Polizei: 02932 /90200.
Die Polizei betont, dass die Bedrohung mit dem Messer in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Prozession stand und demnach auch nicht religiös motiviert war. Die Prozession konnte planmäßig um 6 Uhr starten.

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