Polizei prüft Zuverlässigkeit des Waffen-Sammlers

Foto: WP Michael Kleinrensing

Arnsberg..  Polizei und Landeskriminalamt haben den Lagerraum an der Sunderner Straße in Arnsberg, in dem nach einem Brand von der Feuerwehr Munition, Waffen und Schwarzpulver in rauen Mengen entdeckt worden waren, inzwischen leer geräumt: „Waffen, Waffenteile und Munition befinden sich in der Obhut der Kreispolizeibehörde, alles potenziell Explosive haben die Kollegen vom Landeskriminalamt mitgenommen,“ erklärte Polizeisprecher Ludger Rath auf Anfrage.

Wie berichtet, hatte ein 54-jähriger Arnsberger das gefährliche Material in einem Raum des Schuppens gehortet. Der Mann war noch am selben Tag festgenommen, dann aber wieder entlassen worden. Es soll sich um einen Waffensammler handeln. Nach Abschluss der Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffen-, aber auch gegen das Sprengstoffgesetz, werden die Waffenteile vernichtet, die Munition schon in diesen Tagen.

Entzug der Waffenbesitzkarte droht

Derzeit, so Ludger Rath weiter, „überprüfen wir auch die Zuverlässigkeit des Mannes.“ Sollte diese Prüfung für den 54-Jährigen negativ ausgehen, würden dessen Waffenbesitzkarte und alle anderen entsprechenden Berechtigungen sofort einkassiert. Und nicht nur die: „Denn der Mann hat als Sammler noch zahlreiche weitere Waffen, die dann ebenfalls eingezogen werden müssten.“ Diese seien aber korrekt gelagert. Im Gegensatz zu den Waffen, der Munition und dem Schwarzpulver im Schuppen.

Sind die Ermittlungen abgeschlossen, wird deren Ergebnis an die Staatsanwaltschaft übergeben.