Parkhaus soll Trilux-Garage heißen
16.11.2011 | 19:42 Uhr 2011-11-16T19:42:00+0100
Neheim.Ein für die Stadtwerke Arnsberg lukratives Geschäft bahnt sich an: Trilux sorgt für eine neue LED-Beleuchtung im Parkhaus am Neheimer Markt, im Gegenzug darf Trilux mit Werbetafeln „Trilux-Garage“ an seinem Referenzobjekt werben.
Entscheiden wird der Bezirksausschuss Neheim in seiner nächsten Sitzung am 21. November. Der Deal: Die Firma Trilux liefert die neue Beleuchtungstechnik fürs komplette Parkhaus am Neheimer Marktplatz und im Gegenzug darf das Hüstener Leuchtenunternehmen sieben Jahre lang Schilder mit dem Schriftzug „Trilux Garage am Neheimer Markt“ am Parkhaus anbringen.
Für die Stadtwerke Arnsberg, die das Parkhaus bewirtschaften, ist es ein lukrativer Deal. Denn Trilux liefert kostenlos Technik im Wert einer sehr hohen fünfstelligen bis niedrigen sechsstelligen Summe, so dass für die Stadtwerke nur der Arbeitslohn für die Elektro-Installation übrig bleibt. Der Wunsch von Trilux, im Gegenzug das Parkhaus sieben Jahre lang „Trilux-Garage“ nennen zu dürfen, wirkt dagegen bescheiden, zumal gewerbliche Namensnennungen an Gebäuden mit anderer Zweckbestimmung im Rahmen von Sponsoring nichts Ungewöhnliches mehr sind. Man denke nur an den Signal-Iduna-Park in Dortmund (BVB-Stadion).
Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe haben sich bereits einige Neheimer Kommunalpolitiker im Vorfeld der Bezirksausschusssitzung positiv zu dem Geschäft mit Trilux geäußert. Demnach zeichnet sich eine kommunalpolitische Zustimmung ab. Neben den Ersparnissen bei der Anschaffung ergeben sich für die Stadtwerke auch deutlich günstigere Betriebskosten. Die LED-Beleuchtung wird laut Trilux die jährlichen Stromkosten um rund 2000 Euro senken. Hinzu kommen die sehr langlebigen LED-Leuchten, die Ersatzanschaffungen erst viel später notwendig machen. Da die Stadtwerke sowieso im Rahmen des bereits vollzogenen neuen Parkhaus-Innenanstrichs die Beleuchtung erneuern wollten, ergab sich für die Stadtwerke eine Gelegenheit für den Deal mit Trilux, zu dem sich Trilux vor der Bezirksausschusssitzung gegenüber der WAZ-Mediengruppe nicht äußern wollte.
Natürlich geht es Trilux nicht nur um die Anbringung von ein paar Werbetafeln mit Trilux-Schriftzug. Primär geht es Trilux um die Nutzung des Parkhauses als ein Referenzobjekt, in dem Trilux die neueste Beleuchtungstechnik für Parkhäuser im täglichen Gebrauch zeigen will. „Das Referenzobjekt wird ganz sicher nicht zu Einschränkungen bei der öffentlichen Nutzung als Parkhaus führen“, betont Horst Meier von den Stadtwerken Arnsberg. Denn das Ziel von Trilux sei es ja gerade, die Beleuchtung im Alltag zu zeigen. Hierfür sei wiederum der öffentliche Autoverkehr im Parkhaus nötig.
Die Idee zum Referenzobjekt entstand im Mai 2011, als Trilux im Parkhaus eine Info-Veranstaltung zu moderner LED-Technik ausrichtete. Dabei wurde in den beiden oberen Vollgeschossen des Parkhauses eine neue LED-Technik eingebaut, die bereits in das Eigentum der Stadtwerke überging. Mittlerweile wurden schon die technischen Vorkehrungen getroffen, dass nach einem positiven Votum des Bezirksausschusses auch die beiden anderen Vollgeschosse sowie das obere Freideck und die Parkhaus-Fassade mit moderner Beleuchtung versehen werden sollen. Die technischen Vorbereitungen sind allerdings schon so weit gediehen, dass für den Fall, dass die Politiker den Vertrag ablehnen, dann die Stadt werke die Kosten für die noch zu liefernden Beleuchtungskörper übernehmen würden und Trilux nicht auf Schildern werben dürfte. Doch damit ist wohl nicht zu rechnen.

16:13
Sie schreiben, dass Trilux eine hohe 5 stellige bis sogar 6 stellige Summe spendet und dadurch Energiekosten von rund 2000,00 Euro im Jahr eingespart werden. Bei der Investition spar man sich ja richtig reich, nach 50 Jahren kommt man ins Plus, super die neue sparsame LED Technik. (Finanzierungskosten nicht eingerechnet, wenn man es selbst zahlen müsste). Die Stadt Arnsberg ist jetzt sicher so schlau und rüstet alle Parkhäuser mit dieser günstigen Technik aus, wir Bürger zahlen das ja und die sparsame Stadt hat außerdem genug Geld für solche Mätzchen. Bei rund 100 eingebauten Leuchten würde das einen Leuchtenpreis von 1000,00 Euro pro Stück bedeuten. Oder handelt es sich bei diesem Kuhhandel um ein Trilux Steuersparmodel, bei dem so hohe Preise angegeben werden, dass durch die Steuerrückzahlung sich die Dinger für Trilux von allein rechnen? Auch in diesem Fall zahlen es die Bürger.
Ich sage nur lieber Stadtkämmerer und lieber Bürgermeister:
Augen auf beim Lampenkauf