Obstbauern, Steiff-Tieren und Windbeutel im Narrenschiff

Herdringen.  . Als die 24 „kfd-Früchtchen“ in die Herdringer Gemeinschaftshalle einmarschierten und auf der Bühne ihren Früchtetanz zeigten, startete das karnevalistische Damen-Programm vor ausverkauftem Haus. Die einzigen Männer im „Früchtegarten der guten Laune“ waren die Servicekräfte, die „Durstlöscher“.

Natürlich war auch die Geistlichkeit in starker Formation anwesend, und zwar das Pfarrgemeinde-Team St.-Petri mit Pfarrer Dietmar Röttger, den Vikaren Tobias Hasselmeyer, Dominik Niemiec und Priesteramtskandidat Lukas Schröder sowie Gemeindereferentin Christiane Feldmann. Alle im Kostüm. Als Obstbauer und Moderator war Thomas Lepping am Mikrofon. Die Tanzgarde der HüKaGe stimmte das bestens gelaunte Publikum auf das karnevalistische Programm ein.

Publikum singt kräftig mit

Es folgte das Pastoralteam. Es erlaubte einen unverfälschten Einblick in die wöchentliche Teambesprechung. Pünktlich erschien nur Röttger. Dann trudelte Feldmann ein. Verschlafen mit einer „Schlumpfmütze“ kam Schröder auf die Bühne. Es folgte „Konditor“ Hasselmeyer mit Windbeutel. Und in Holzener Schützenuniform kam Niemiec, im Schlepptau hatte er eine Kiste polnisches Bier. Mit Melodien von Udo Jürgens und eigenen Texten trugen sie Szenen aus der Teambesprechung vor.

Nach der „Teambesprechung“ gab es stehenden Applaus und die Forderung nach einer Zugabe. Die kam mit „Merci“ von Udo Jürgens - und jeder Menge Schokolade und Windbeuteln für das Publikum. Ins Märchenland zu den Zwergen ging es dann mit den kfd-Damen. Ein „Tanzmariechen“ erzählte ihre Leidensgeschichte während der Karnevalszeit und wie hart die Vorbereitung dafür ist. Wie es in einem Wartezimmer eines Arztes nach den Karnevalstagen aussieht, zeigten fünf übernächtigte Patienten. Ihre närrische Seite zeigten die Akteure der Freilichtbühne mit Tänzen, darunter auch das Männerballett.

Doch wie sollte es anders sein, beim kfd-Karneval wird die Kirche ins närrische Visier genommen. Man schaute genau zwischen den Zeilen des Alten Testaments. War es wirklich ein Apfel? Oder hat ein anderer nachgeholfen und ihnen die Liebe erklärt. „Es kann ja nicht sein, dass wegen eines einzigen verdammten Obsttages im Paradies die Menschheit nun leiden muss.“ Beim „Tanz der Steiftiere“ sah man eine Parodie auf den Gardetanz. Die Stimmung in der Gemeinschaftshalle kochte noch mal so richtig hoch, als der letzte Programmpunkt „Hitparade“ kam. Dabei wurde kräftig mitgesungen.