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Baugenossenschaft

Millionen-Investition am Neheimer Müggenberg geplant

27.10.2012 | 10:47 Uhr
Millionen-Investition am Neheimer Müggenberg geplant
Auch bei den Genossenschaftshäusern an der Hard

Neheim.   Einen langfristigen Plan für Modernisierungen und Neubauten in der Genossenschaftssiedlung am Neheimer Müggenberg stellte jetzt die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft vor. Umsetzungszeitraum: von 2014 bis 2020.

Die Erläuterungen gaben die beiden Vorstandsmitglieder der Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft, Werner Schlinkert und Herbert Herrig, in der Sitzung des städtischen Planungsausschusses. Für die derzeit insgesamt 265 Wohnungen umfassenden Genossenschaftshäuser, die sich an einem Teil der Straße „Zum Müggenberg“ sowie auch an der Hardenberg-, Blücher- und Scharnhorstsraße befinden, soll ein ganz neues Wohnkonzept erarbeitet werden.

Ein Teil der Häuser soll modernisiert werden, ein anderer Teil soll abgerissen und durch Neubauten ersetzt und ein weiterer kleinerer Teil des Gebäude soll verkauft werden. Außerdem ist an eine verdichtete Bebauung innerhalb des künftig neu gestalteten Wohnquartiers gedacht, denn derzeit bestehen noch zwischen den Gebäuden recht große Grünflächen.

Architektenwettbewerb ausloben

„Wie dieses neu gestaltete Wohnquartier im Endeffekt aussehen soll, ist heute noch völlig offen. Es ist daran gedacht, einen Architektenwettbewerb auszuloben. Eine Umsetzung des Konzeptes wird aber frühestens ab 2. Hälfte 2014 erfolgen“, berichtete Herbert Herrig. Das gesamte Baukonzept soll dann in mehreren Schritten von 2014 bis etwa 2020 umgesetzt werden. Es bleibt also noch genügend Zeit, die heutigen Bewohner detailliert über die Vorhaben zu informieren. Das, was die beiden Vorstandsmitglieder im Planungsausschuss darlegten, war „nur“ der auch vom Aufsichtsrat der Wohnungsbaugenossenschaft abgesegnete Grundsatzbeschluss für die umfangreichen Baumaßnahmen. Eine Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme gibt es noch nicht. Sie dürfte allerdings im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Hintergrund
Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft
Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft

Die Namensänderung bewirkte ein neues Genossenschafts-Logo. Nachdem die Genossenschaft vor fünf Jahren 195 Sunderner Wohnungen an einen privaten Investor verkauft hatte und nun nur noch etwa 30 Sunderner Wohnungen im Bestand hat, bot sich im Genossenschaftsnamen der Verzicht auf „Sundern“ an. Zurzeit zählt die neue AWG rund 1750 Mitglieder, das sind rund 30 mehr als vor einem Jahr. Wer eine Genossenschaftswohnung mieten will, muss Genossenschaftsmitglied werden und zwei Geschäftsanteile von je 410 Euro bezahlen. Bei Auszug erhält er die 820 Euro unverzinst zurück.

An der Notwendigkeit von Modernisierungen und Neubauten in den Genossenschaftshäusern am Müggenberg ließen die beiden Vorstandsmitglieder keinen Zweifel. Die Häuser sind in den 1950er Jahren entstanden. Von den 265 Wohnungen stehen 61 leer. Aufgrund des Gebäudezustandes und der Ausstattung sind manche dieser leer stehenden Wohnungen nur schwer bis gar nicht mehr vermietbar.

So gibt es an einigen altersschwachen Häusern zugeklebte Briefkästen bzw. neben einigen Wohnungsklingeln gibt es nur weiße Flächen. Der Handlungsbedarf am Müggenberg ist offenkundig. So nahmen es die Politiker im Ausschuss positiv auf, dass die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft hier künftig kräftig investieren will.

Seit 2002 wurden rund 30 Millionen Euro in Häuser investiert

Zum Gesamtbestand der Arnsberger Wohnungsgenossenschaft gehören 1545 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 89 000 qm. Die Genossenschaft zählt 1705 Mitglieder (Stand: 31.12.2011). In Modernisierungen und Instandsetzungen investierte die Genossenschaft von 2002 bis heute rund 30 Mio. Euro. 

Der Wohnungsbestand verteilt sich jeweils zu einem Drittel auf Neheim, Hüsten und Alt-Arnsberg. Nachdem die Genossenschaft in den vergangenen Jahren bereits viele Wohnungen in Alt-Arnsberg und Hüsten modernisiert hat, soll in den nächsten Jahren nun Neheim dran sein. Hierzu wird eine Neukonzeption der Siedlung am Müggenberg angestrebt. 

Von den insgesamt 1545 Wohnungen der Genossenschaft stehen 256 leer, von denen 100 Wohnungen nicht mehr vermietet werden, weil die Häuser langfristig abgerissen werden sollen.

Martin Schwarz



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