Malerin Christa Stolze zeigt Teil ihres Lebenswerks

Die Bruchhauser Malerin Christa Stolze
Die Bruchhauser Malerin Christa Stolze
Foto: WP Ted Jones

Bruchhausen / Neheim..  25 Bilder aus 60 Jahren künstlerischen Schaffens zeigt die Bruchhauser Malerin Christa Stolze in einer dreiwöchigen Ausstellung, die am Freitag, 23. Januar, um 18.30 Uhr in der Kundenhalle der Neheimer Sparkasse, Hauptstraße 10, eröffnet wird.

Auf der Grundlage eines Gebrauchsgrafik-Studiums hat sich Christa Stolze später autodidaktisch und auch in Kursen mit anderen Künstlern Maltechniken angeeignet, die sie dazu befähigten, Bilder mit ganz verschiedenen Materialien zu malen. So sind Aquarell- und Acryl-Gemälde, aber auch Bleistiftzeichnungen entstanden. Die Motive reichen von abstrakten Farb-Kompositionen über Aktzeichnungen bis Enkaustik (Wachsmalerei auf Holz). Hinzukommen kleine Skulpturen aus Keramik und Holz.

Wohnung ist ein Kunsthaus

Im Laufe der Jahrzehnte hat die heute 83-jährige Malerin viele hundert Kunstwerke geschaffen, von denen die in der Neheimer Sparkasse ausgestellten 25 Bilder nur einen kleinen Teil ihres Lebenswerks wiedergeben. Wer Christa Stolze daheim an der Bruchhauser Schultestraße besucht, wandelt durch ein Kunsthaus. Auf allen Wohnebenen des Reihenhäuschens sieht man ihre Werke. Die Seniorin steckt auch noch heute voller Schaffenskraft und „das mit einer weiterhin ruhigen Hand an Stift und Pinsel“, lächelt die Malerin im Gespräch mit unserer Zeitung.

Nur mit den Beinen ist sie nicht mehr so flott wie als junges Mädchen, als sie im Leichtathletik-Fünfkampf Leistungssport betrieb. „Dem in der Jugend geschundenen Bewegungsapparat muss ich im Alter Tribut zollen“, meint sie. Ihre geistige Quirligkeit und ihr Humor sind Christa Stolze aber geblieben. „Künstlerisch bin ich ein verrücktes Huhn, das vieles ausprobiert“, erzählt sie. Das Austoben in der Kunst war für sie ein Überwinden der engen Grenzen, die ihr damals das Gebrauchsgrafik-Studium gesetzt hat. „In der Gebrauchsgrafik muss alles absolut exakt, korrekt und ordentlich sein. Ich musste im Studium mal ein Plakat fertigen, dessen Beschriftung aus der Hand zu erstellen war. So zeichnete ich Buchstaben, die aus der Druckerei hätten kommen können“, erzählt sie.

Später machte es ihr große Freude, ihre Fantasie in der Malerei freien Lauf zu lassen und andere daran teilhaben zu lassen. Dies passierte unter anderem bei fünf Ausstellungen, bei denen sie auf dem Bruchhauser Bauernhof Grüter ihre Werke unter dem Motto „Kunst an der Kuhstall-Tür“ präsentierte. Christa Stolze leitete aber auch VHS-Malkurse und besuchte Grundschulklassen. So gab sie ihr Maltechnik-Wissen an junge und ältere Kunst-Interessierte weiter. Abschließend meint sie: „Ich empfinde die Malerei als ein ,Geschenk des Himmels’. Und dieses Geschenk sehe ich als Glück der späten Jahre.“

HINTERGRUND

Bilderverkauf kommt Arnsberger Hospiz zugute

Besucher der Kunstausstellung können Bilder von Christa Stolze kaufen. Die Bruchhauser Malerin hat für die 25 ausgestellten Werke die Preise ermäßigt . Der Erlös des Bilderverkaufs kommt dem Hospiz Raphael in Arnsberg zugute.

Aus der Biografie von Christa Stolze: Sie wurde 1931 in Leipzig geboren und wuchs später in Leverkusen auf. Nach dem Gebrauchsgrafik-Studium in Köln (1949-1954) sammelte sie 20 Jahre Berufspraxis im Werbeatelier von „Bayer Leverkusen“. 1973 zog sie in die Stadt Arnsberg um.

Christa Stolze war früher passionierte Leichtathletin. Sie nahm an Meisterschaften und Länderkämpfen teil.

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