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Klostergarten war „Publikums-Renner“

18.12.2011 | 18:55 Uhr
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Klostergarten war „Publikums-Renner“
Kloster Oelinghausen

Oelinghausen. Der Klostergarten war in diesem Jahr der Publikums-Renner im breit gefächerten Angebot der Führungen im Kloster Oelinghausen. So kamen in Spitzenzeiten sogar deutlich mehr als 100 Gäste zu einer Gartenführung.

Dies berichtete der Vorsitzende des Freundeskreises Oelinghausen, Dr. Günter Bertzen, auf Anfrage der WAZ-Mediengruppe, die ihn um erste Trends der Jahresbilanz 2011 bat. Die genauen Zahlen werden in der Jahreshauptversammlung des Vereins im März 2012 vorgestellt. Dr. Bertzen freut sich über das große Interesse am Klostergarten und stellt eine Neuerung in Aussicht: „Wir würden den Garten gern um eine Orangerie ergänzen. Dieses Häuschen würde neben dem Garten, im gärtnerisch nicht nutzbaren Schatten von Kirche und Klostermauer entstehen.“ Dr. Bertzen macht die Realisierung der Orangerie aber von der Finanzlage des 330 Mitglieder starken Vereins abhängig und möchte daher den Bau für 2012 noch nicht versprechen. Die Orangerie würde u. a. als Geräte- und Materialunterstand dienen.

Die Führungen im Klostergarten sind eingebettet im großen Führungsprogramm für verschiedene Interessenlagen der Besucher. So gibt es allgemeine offene Führungen sowie anzumeldende Gruppenführungen, die einen Gesamtüberblick über das Kloster geben. Hinzukommen Themenführungen, zu denen spezielle Bereiche aus der Klosterkirchengeschichte (zum Beispiel Heiligenfiguren oder Baustil des Gebäudes) gehören. „Die Gruppenführungen nutzen nicht nur Vereine, sondern auch große Familien, die zum Beispiel die Geburtstagsfeier des Großvaters mit einer Führung durchs Kloster verbinden“, beschreibt Dr. Bertzen einen neuen Trend.

Die Besucher kommen vorwiegend aus dem Westteil des HSK und dem Märkischen Kreis, aber auch Tagestouristen aus dem Ruhrgebiet/Münsterland sowie aus den Niederlanden reisen gern nach Oelinghausen. „Beliebt sind auch die Ausstellungen im Klostergarten-Museum und nicht zuletzt die Konzerte in der Klosterkirche“, berichtet Dr. Bertzen weiter. Der Konzertbesuch in der Reihe „Musica Sacra“ sei „noch befriedigend“ gewesen, Bertzen hätte sich mehr Gäste gewünscht.

Ob die Oelinghauser Orgeltage noch einmal eine Renaissance feiern werden, ließ Dr. Bertzen offen. „Nachdem der Besuch der Orgeltage 2010 wegen vieler anderer kultureller Veranstaltungen zu gering war, hatten wir uns entschieden, 2011 statt der Orgeltage ein spezielles Konzert zu veranstalten. Hier war der Besuch sehr gut“, bilanziert Dr. Bertzen. „Ich denke, dass wir Pfingsten 2012 auf jeden Fall wieder Musik in der Klosterkirche anbieten - in welcher Form ist noch offen.“

Das gesamte neue Veranstaltungsprogramm für nächstes Jahr wird der Freundeskreis im März 2012 vorstellen.

WETTERDATEN AUS DER KLOSTERMAUER

Eine besondere Wetterstation befindet sich an der Oelinghauser Klostermauer. Die Messinstrumente befinden sich in den Mauerfugen, dort, wo sich auch die alte Bio-Masse (Erde) befindet, aus der Mauerpflanzen ihre Nährstoffe ziehen. Die Messinstrumente sammeln zum Beispiel Daten zu Temperatur und Feuchtigkeit sowie neuerdings auch zur Windstärke.

Die Klostermauer ist mit Blick auf die Pflanzenwelt Teil eines „Lebenden Archivs“ der Klostergeschichte. Um die Lebensbedingungen für dieses Archiv zu erfassen, werden bereits seit einem Jahr Wetterdaten gesammelt, die ab Frühjahr 2012 auch in attraktiver Form den Klosterbesuchern präsentiert werden sollen. So wird es im Klostergarten-Museum eine Visualisierung geben, die die aktuellen Wetterdaten fast in Echt-Zeit (mit nur ein paar Minuten Verzögerung) anzeigt. Auch ältere Wetterdaten können angezeigt werden.

Martin Schwarz

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