Klinikum Arnsberg erweitert Patienten-Versorgung

Angiologen des Hüstener Karolinen-Hospitals : Dr. Michael Lichtenberg (links) und Dr. Wilhelm-Friedrich Stahlhoff
Angiologen des Hüstener Karolinen-Hospitals : Dr. Michael Lichtenberg (links) und Dr. Wilhelm-Friedrich Stahlhoff
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Klinikum Arnsberg will in speziellen Bereichen der Krankenversorgung stärker aktiv werden und plant den Aufbau neuer Versorgungsstrukturen. Dies berichtete Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Arnsberg, bei der Jahrespressekonferenz.

Arnsberg.. Im Jahr 2015 ist bei den internistischen Disziplinen der Aufbau der Pulmologie (Lungenheilkunde) und der interkonventionellen Radiologie vorgesehen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Teilgebiet der diagnostischen Radiologie und stellt den therapeutischen Arm des Faches diagnostische Radiologie dar. Bei Wikipedia heißt es dazu: „Bei der interventionellen Radiologie werden unter Bildsteuerung (Ultraschall, CT, MRT und Angiographie) therapeutische Eingriffe beispielsweise bei peripheren arteriellen Verschlusserkrankung oder bei einem tumorösen Verschluss des Gallengangsystems vorgenommen.“

Bei den chirurgischen Disziplinen am Klinikum Arnsberg ist der Aufbau einer Orthopädie geplant. Ferner soll ein regionales Trauma-Zentrum entwickelt werden.

Überregionale Kooperation

Das am Hüstener Karolinen-Hospital angesiedelte „Onkologische Zentrum“ (zuständig für Krebserkrankungen) arbeitet an der Entwicklung einer überregionalen Kooperation im so genannten CCC-Netzwerk. Hintergrund: Auf Initiative der Deutschen Krebshilfe hatte sich das „Comprehensive Cancer Center (CCC)“-Netzwerk am 3. Juli 2009 als Verbund Onkologischer Spitzenzentren konstituiert. Derzeit unterstützt die Deutsche Krebshilfe 13 Onkologische Spitzenzentren an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Dresden, Erlangen, Essen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Köln/Bonn, München, Ulm und Würzburg. „Dem Klinikum Arnsberg geht es zum einen um eine überregionale Wissensvernetzung, aber auch um die Entwicklung regionaler Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten im onkologischen Bereich“, sagte Werner Kemper.

Laut Dr. Martin Bredendiek, Ärztlicher Direktor am Klinikum Arnsberg, haben in der operativen Versorgung insbesondere die minimalinvasiven Techniken eine besondere Bedeutung erlangt. Dies werde auch in der Neuanschaffung einer hochmodernen digitalen Substraktionsangiographieanlage (DSA) deutlich. Die zusätzliche Anlage diene vornehmlich der Diagnostik und minimalinvasiven Behandlung von Gefäßerkrankungen und ermögliche zusätzliche Behandlungskapazitäten, verbesserte Bildqualität, höhere Geschwindigkeit und schonendere Patientenbehandlung dank reduzierter Strahlendosis. Hinzukomme die Inbetriebnahme einer neuen Station (Station 4a) mit 14 Betten, um die Versorgungskapazitäten insbesondere der Klinik für Gefäßchirurgie sowie des Departments für Angiologie auszuweiten. Die Neuanschaffung eines Lasersystems zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung komplettiere das bestehende Versorgungsspektrum der Klinik für Urologie.

Patienten aus Saudi-Arabien

Dr. Bredendiek berichtete weiter: „Unsere Zentren erfahren inzwischen bereits weit über die Grenzen von Arnsberg hinaus Zuspruch von Patienten. Unser Schwerpunktzentrum für Herz-/Kreislauf- & Gefäßerkrankungen und insbesondere das Department für Angiologie versorgt sogar Patienten aus Saudi-Arabien und Osteuropa.“