Johannes Schwingenheuer regiert jetzt in Müschede

Johannes und Anna Sophie Schwingenheuer (2.u.3.v.r.) sind das neue Königspaar der Schützenbruderschaft St.-Hubertus-Müschede. (v.l.) Rudi Voß, Michael Schmitz, Schützenoberst Raimund Sonntag.
Johannes und Anna Sophie Schwingenheuer (2.u.3.v.r.) sind das neue Königspaar der Schützenbruderschaft St.-Hubertus-Müschede. (v.l.) Rudi Voß, Michael Schmitz, Schützenoberst Raimund Sonntag.
Foto: WP

Müschede..  Johannes Schwingenheuer, Kompnaniechef der 2. Kompanie in der Schützenbruderschaft St.-Hubertus, ist der neue Müscheder Schützenkönig. Doch so einfach war es nicht, einen neuen Schützenkönig zu bekommen.

Als um 9.35 Uhr das Vogelschießen mit den Ehrenschüssen von den Geistlichen Dietmar Röttger und Reinhard Weiß sowie Schützenoberst Raimund Sonntag sowie Ehrenvorstand begann, standen noch einige andere Schützen an den Gewehren. Sie wollten die Insignien Apfel, Zepter und Krone vom stolzen Schützenadler schießen. Doch beim verflixten 13. Schuss von Adjutanten Rudi Voß drehte sich plötzlich der Vogel. Der Platz unter der Stange leerte sich, nur die beiden Schießaufsichten standen allein an den gesicherten Gewehren. Kein Schütze wagte es zu der Zeit, an die Gewehre zu treten. Die Diskussionen unter den rund 600 Zuschauern begannen, aber auch der Vorstand kam zusammen und suchte nach einer Lösung.

Rudi Voß appellierte an den Vorstand als Beispiel voran zu gehen: „Wir können nicht ohne König zur Halle gehen.“ Schwingenheuer sendete in der Schießpause noch ein paar Nachrichten über sein Mobilphon. „Ja, ich habe den Freunden vom Kegelklub geschrieben, dass sie nach vorne kommen sollen, um zu schießen“, verriet der König. Um 10 Uhr war es soweit, nach 20 Minuten Pause kam Schwingenheuer mit „Alt-Monarch“ Florian Gierse zielstrebig über die Wiese und ging ans Gewehr. Das Schießen konnte fortgesetzt werden. Schwingenheuer wurde von den Zuschauern und Schützenvorstand angefeuert und aufgemuntert. Gierse verriet: „Schützenoberst Raimund Sonntag und ich haben mit Johannes gesprochen. Er hatte schon länger den Wunsch König zu werden.“ Mit dem 58. Schuss war es dann endlich soweit, Johannes Schwingenheuer holte den Adler von der Stange. „Ich habe ganz spontan gehandelt und ohne König zurück zur Halle geht gar nicht. Wir ziehen das jetzt durch“, meint der 26-jährige. Zur Königin wählte er seine Schwägerin Anna Sophie Schwingenheuer. Die 25-jährige hatte Johannes schon im letzten Jahr versprochen, wenn er König werden möchte, dass sie dann seine Königin wird: „Versprochen ist versprochen. Ich habe ihn vorhin noch bestärkt, dass er schießen kann.“