Internet und Ladenlokal in Neheim verbinden

Einkauf per Internet, aber auch im stationären Handel: Beides bietet Neheim. Das Foto zeigt vorn eine Jacke des Händlers Score, der Bekleidung on- wie offline in Neheim verkauft; im Hintergrund: das Blumengeschäft Risse.
Einkauf per Internet, aber auch im stationären Handel: Beides bietet Neheim. Das Foto zeigt vorn eine Jacke des Händlers Score, der Bekleidung on- wie offline in Neheim verkauft; im Hintergrund: das Blumengeschäft Risse.
Foto: WP

Neheim..  Wie stellt sich die Einkaufsstadt Neheim auf den Trend ein, dass immer mehr Kunden im Internet einkaufen? Diese Frage erörterte der Verein Aktives Neheim (AN) in seiner Jahreshauptversammlung. Eine Einschätzung zum grundsätzlichen Umgang mit On- und Offline-Geschäft gab Herbert Scheidt, der neue 1. Vorsitzende von AN: „Online-Handel und stationärer Einzelhandel schließen sich nicht gegenseitig aus. Wir wollen, dass unsere Kunden in den Neheimer Betrieben sowohl online als auch offline (im Ladenlokal) 1a shoppen können.“

AN plant Plakat-Aktion

Peter Rottler, der das Amt mit Herbert Scheidt tauschte und nun 2. Vorsitzender ist, kündigte eine in Kürze startende AN-Plakataktion an, bei der für die Qualitäten des stationären und digitalen Einzelhandels Neheimer Betriebe geworben wird. „Unser Ziel muss es sein, dass der On- und Offline-Umsatz im heimischen Raum bleibt, damit die Innenstadt nicht ausblutet. Eine attraktive Innenstadt zum Flanieren, Freunde treffen und Einkaufen muss doch wohl im Sinne aller Bürger sein“, betonte Rottler.

Den Handlungsbedarf belegten Rottler und Scheidt mit Statistiken. Mittlerweile wird 11,7 % des deutschen Einzelhandels-Umsatzes online erwirtschaftet, bis zum Jahr 2020 sollen es 18 Prozent sein. Später berichtete Stephan Britten, Mitarbeiter der IHK Arnsberg, von einem Ergebnis einer Neheimer Passantenbefragung im Vorjahr. Rund 50 Prozent aller Befragten teilten mit, dass sie entweder ein oder zweimal im Monat per Internet einkaufen. Gleichzeitig gab ein hoher Anteil der Befragten dem stationären Neheimer Einzelhandel aber auch gute Noten. „On- und Offline-Einkauf vermengen sich immer mehr“, so Britten.

Peter Rottler machte die Neheimer Händlerschaft auf ein Angebot von Google 360 Grad aufmerksam. Hier könnten Händler zu einem günstigen Preis einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch ihr Unternehmen im Internet platzieren.

Vorerst kein Freifunk

Das Projekt WLAN per Freifunk in der Neheimer Fußgängerzone hat der Verkehrsverein Aktives Neheim vorerst auf Eis gelegt. „Wir möchten zunächst ein neues Gesetz abwarten, das die Störerhaftung regelt“, sagte Herbert Scheidt und kündigte an: Wir werden das Thema Freifunk im nächsten Jahr wieder aufgreifen.“ Wer sich näher informieren will, kann dies auf der Homepage www.freifunk.net tun.