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Flüchtlingshilfe

„Integration Point“ nimmt in Neheim Arbeit auf

18.03.2016 | 17:44 Uhr
„Integration Point“ nimmt in Neheim Arbeit auf
Vertreter der Arbeitsagentur Meschede-Soest sowie der Stadt Arnsberg und der HSK-Kreisverwaltung stellten das Konzept des „Integration Point“ vor.Foto: Ted Jones

Arnsberg. Der neue „Integration Point“ zur Integration von Flüchtlingen ins Arbeitsleben nahm am heutigen Freitag seine Arbeit auf.

Um Asylbewerbern aus unsicheren Herkunftsländern wie Syrien, Iran, Irak und Eritrea möglichst schnell Perspektiven auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aufzuzeigen und sie passgenau in Integrationskurse zu vermitteln, taten sich die Arbeitsagentur Meschede-Soest sowie das Jobcenter der Stadt Arnsberg zusammen, um an ihrem gemeinsamen Dienstsitz an der Langen Wende 42 in Neheim eine gemeinsame Anlaufstelle für ratsuchende Flüchtlinge zu schaffen (wir berichteten bereits über das Vorhaben). Nun ist der „Integration Point“ montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Darüber hinaus stehen die Arbeitsvermittler nach Terminabsprache zur Verfügung.

Für den „Integration Point“ wurden fünf zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen (drei davon gehören zur Arbeitsagentur und zwei zum Jobcenter). Vor Ort werden die fünf Mitarbeiter Hand in Hand arbeiten, um Flüchtlinge dauerhaft in Arbeit zu vermitteln. Der „Integration Point“ setzt auf Nachhaltigkeit: Die zumeist recht jungen Asylbewerber sollen bedarfsgerecht beruflich qualifiziert werden. Dies kann zum Beispiel durch Vermittlung eines Ausbildungsplatzes geschehen, nachdem sprachliche und berufliche Kompetenzen in Integrationskursen erlangt wurden.

Dass es Arbeitsagentur und Jobcenter daran gelegen ist, das beschriebene Verfahren so umzusetzen, dass für Flüchtlinge möglichst keine langen Wartezeiten entstehen, macht Bürgermeister Hans-Josef Vogel an einem Beispiel deutlich. „Noch bevor wir heute den Integration Point eröffnen, haben wir mehrere hundert Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter bei zwei Versammlungen im Kulturzentrum und im Sauerlandtheater über die Arbeit des Integeration Point informiert“, berichtet Vogel im Gespräch mit Journalisten. Bei diesen Zusammenkünften hätten Flüchtlinge Fragebögen ausgefüllt, die Auskunft über ihre bisherige berufliche Tätigkeit geben sollten. So könne dann in Beratungsgesprächen des „Integration Point“ von Anfang an individuell passend geholfen werden.

Bürgermeister Vogel berichtete, dass der „Integration Point“ zwar prinzipiell jedem Flüchtling für Beratung offen stehe, doch die zu vermittelnden beruflichen Integrationsmaßnahmen sich insbesondere an die Flüchtlinge /Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive richteten. Dies treffe für 450 erwachsene Menschen zu, die aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea geflohen und in den vergangenen 15 Monaten von der Stadt Arnsberg aufgenommen worden seien. Weitere 330 erwachsene Flüchtlinge, die in den vergangenen 15 Monaten von der Stadt Arnsberg aufgenommen worden seien, stammten allerdings aus so genannten „sicheren Herkunftsländern“ wie z. B. Albanien, Kosovo, Bosnien und Serbien. Diese Flüchtlinge hätten in ihrem Asylbewerbungsverfahren keine hohe Bleibeperspektive

Stadt und Arbeitsagentur betonten abschließend, dass die im „Integration Point“ zusätzlich geschaffenen Stellen aufgrund zusätzlicher öffentlicher Mittel eingerichtet worden seien und die bisherige Arbeitsvermittlung daher ohne Abstriche weiterlaufen könne.

Martin Schwarz

Kommentare
18.03.2016
21:52
„Integration Point“ nimmt in Neheim Arbeit auf
von Hollerbusch | #1

Das hätte den Schlecker Frauen auch geholfen...

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„Integration Point“ nimmt in Neheim Arbeit auf
„Integration Point“ nimmt in Neheim Arbeit auf
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http://www.derwesten.de/staedte/neheim-huesten/integration-point-nimmt-in-neheim-arbeit-auf-id11665143.html
2016-03-18 17:44
Neheim und Hüsten