In Arnsberg-Neheim entsteht ein Waldkompetenz-Zentrum

Nahe dem jetzigen Forstlichen Bildungszentrum am Alten Holzweg in Neheim (frühere Waldarbeiterschule) soll ein Verwaltungsgebäude gebaut werden.
Nahe dem jetzigen Forstlichen Bildungszentrum am Alten Holzweg in Neheim (frühere Waldarbeiterschule) soll ein Verwaltungsgebäude gebaut werden.
Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Der Landesbetrieb Wald und Holz will sein Forstliches Bildungszentrum in Arnsberg-Neheim zu einem Waldkompetenz-Zentrum ausbauen.

Neheim.. Der Landesbetrieb Wald und Holz will sein Forstliches Bildungszentrum (die frühere Waldarbeiterschule) zu einem Waldkompetenz-Zentrum ausbauen und plant die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes in direkter Nachbarschaft zu den jetzigen Gebäuden am Alten Holzweg in Neheim. Der Neubau soll auf einer Wiese (Pferdekoppel) entstehen, Bäume sind wegen des Bauvorhabens nicht zu fällen. Neben dem Verwaltungsgebäude soll zusätzlich noch ein eingeschossiges Parkhaus für etwa 100 Pkw entstehen.

Bündelung der Kapazitäten

Das Verwaltungsgebäude ist für etwa 50 Mitarbeiter konzipiert. Ein Teil der neuen Büros wird künftig von etwa 30 Mitarbeitern des Landesbetriebs Wald und Holz genutzt, die derzeit noch provisorisch im Gebäude Kurt-Schumacher-Straße 50b in Hüsten untergebracht sind. Außerdem werden etwa 20 Experten für Forstwirtschaft, die bisher verstreut in NRW ihren Arbeitsplatz haben, künftig in dem Neheimer Neubau arbeiten. „In dem neuen Waldkompetenz-Zentrum wollen wir unsere Kapazitäten bündeln“, erklärt Jörg Matzick vom Landesbetrieb Wald und Holz die Grundintention des Bauvorhabens.

Im neuen Verwaltungsgebäude gibt es drei zentrale Aufgabenbereiche: Die Bewirtschaftung des landeseigenen Waldes, Dienstleistungsaufgaben für private Waldeigentümer in NRW sowie hoheitliche Aufgaben wie die Beteiligung an vielfältigen baurechtlichen Genehmigungsverfahren (zum Beispiel beim Straßenbau).

Weiterer Standort in Arnsberg-Niedereimer

Auch nach der Realisierung des Neubaus bleibt der weitere Standort des Landesbetriebs Wald und Holz in Arnsberg-Obereimer erhalten. Dort bleibt es beim Forstamtsgebäude, der Forstgenbank und dem Jugendwaldheim. Die Zentrale des Landesbetriebs Wald und Holz wird auch künftig in Münster ansässig sein, hier aber vorwiegend mit internen Diensten wie Personalverwaltung und Finanzen befasst sein.

Die Neustrukturierung des Landesbetriebs stärkt eindeutig den Standort in Arnsberg-Neheim und ist ganz im Sinne der Kommunalpolitiker, die die Stadt Arnsberg als „Stadt für Wald und Holz“ überregional positionieren wollen.

Baubeginn wohl nicht in 2015

Zur architektonischen Gestaltung des Neubaus in Neheim konnte Matzick noch keine näheren Angaben machen. „Wie das Gebäude aussehen wird, steht noch nicht fest“, sagt Matzick. Es sei eher unwahrscheinlich, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werde. Zurzeit werde die Option geprüft, dass ein privater Investor den Bau errichte und der Landesbetrieb die Räume miete. Zurzeit gehe es zunächst darum, die bauplanungsrechtlichen Schritte zu absolvieren. Im Bezirksausschuss Neheim wird am 9. Februar die Aufstellung des Bebauungsplans NH 139 „Waldkompetenz-Zentrum“ beraten.