Im vielfältigen Dienst für die Allgemeinheit

Neheim/Hüsten..  Das Rote Kreuz auf weißem Grund ist seit 160 Jahren Symbol für Menschlichkeit und Solidarität, ein weltweit verbundenes Netz des Helfens und Rettens. In Neheim-Hüsten arbeiten Männer und Frauen seit 110 Jahren ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz. Anno1905 gründete der damalige Bürgermeister Brüing unter dem Namen „Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz“ die Bereitschaft Neheim. Ein Jahr später entstand die Sanitätskolonne Hüsten, von Sanitätsrat Dr. Heinrich Knoche gegründet und vor 60 Jahren dann der DRK Ortsverband Neheim-Hüsten.

Fusion vor drei Jahren

Vor drei Jahren erfolgte die Fusion der Gemeinschaften Neheim und Hüsten, die heute 59 aktive Mitglieder zählt und derzeit 1220 fördernde Mitglieder hat, 73 weniger als ein Jahr zuvor. Die 59 aktiven Rot-Kreuzler leisten im Jahr rund 17 000 ehrenamtliche Stunden zum Wohle der Allgemeinheit. Auch eine aktive Jugend-Rotkreuz-Gruppe mit 27 Jugendlichen eifern der Idee des Rot-Kreuz-Gründers Henry Dunant nach und opfern viele Stunden ihrer Freizeit.

Zu den Hauptaufgaben des heimischen DRK gehören Sanitätsdienste bei Volksfesten und Sportveranstaltungen etc., Blutspendedienst, vielfältige Sozialarbeit sowie in letzter Zeit auch überörtliche Einsätze bei Bundesligaspielen und in Flüchtlings-Aufnahmelagern. „Die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen klappt sehr gut“, betont Gerd Stüttgen, der seit vier Jahren als 1. Vorsitzender an der Spitze der DRK-Gemeinschaft Neheim-Hüsten steht. Ein dickes Dankeschön richtet er auch an die Adresse der Arbeitgeber, die bei Freistellungen der Rotkreuzler für diverse Einsätze „keine Steine in den Weg legen“. Um aber auch künftig die vielfältigen Aufgaben vor Ort bewältigen zu können, ist man besonders auf Nachwuchs angewiesen.

Große Sorge bereitet die abnehmende Bereitschaft der Bevölkerung, Blut zu spenden. Denn es gibt eine steigende Nachfrage beim lebenswichtigen Gut Blut, nicht nur bei uns im ländlichen Raum. Die täglichen Berichte in den Medien von zahlreichen Verkehrsunfällen etc. sind ein Beweis dafür, wie wichtig der wertvolle Lebenssaft ist.

Rückläufige Blutspender-Zahl

Die Zahl der Blutspender zwischen Bruchhausen und Voßwinkel betrug 2013 bei 36 Spende-Terminen noch 3800, im vergangenen Jahr aber nur noch 3485, davon 161 Erstspender, so Rita Ruhland, seit drei Jahren Blutspendebeauftragte des DRK Neheim-Hüsten, die mit 27 ehrenamtlichen Helferinnen die Blutspenden organisiert und mit dem DRK-Blutspendedienst Hagen vor Ort durchführt. Diese Helferinnen leisten per anno rund 1700 ehrenamtliche Stunden.

Die DRK-Gemeinschaft Neheim-Hüsten bittet Bürger also um eine stärkere Bereitschaft zur Blutspenden. Der Verein benötigt aber auch dringend Geldspenden, um einen notwendigen Rettungswagen (Neupreis: 60.000 Euro) anschaffen zu können.