Hospiz-Idee ins Bewusstsein rücken

Akteure und Sponsoren stellten gestern die Plakat-Aktion für die Hospizstiftung Arnsberg-Sundern vor. Zwei Plakate( das zweite und dritte von links)  werden von den Fotografierten gehalten, die direkt mittig hinter dem Plakat stehen.
Akteure und Sponsoren stellten gestern die Plakat-Aktion für die Hospizstiftung Arnsberg-Sundern vor. Zwei Plakate( das zweite und dritte von links) werden von den Fotografierten gehalten, die direkt mittig hinter dem Plakat stehen.
Foto: WP

Arnsberg..  Der Mensch verdrängt gern den Tod, obwohl der Tod alltäglich ist. Aus Gedanken verdrängt wird von vielen Menschen auch das Hospiz. Deshalb will eine heute startende Plakat-Aktion die Hospiz-Idee stärker in das Bewusstsein der Bürger rücken.

Die Plakataktion lebt von sehr gefühlvollen und ausdrucksstarken Fotos, die der Neheimer Fotograf Christoph Meinschäfer gemacht hat. Ergänzt werden die Fotos mit Texten, die sprichwörtlich Gedanken-Anstöße geben.

Beispiel: Auf einem Foto ist eine Frau zu sehen, die im Zuge ihrer Krankheitsbehandlung als Nebenwirkung die Haare verlor. Das Foto zeigt aber keine traurige, sondern ein sehr couragierte Frau, die viel Elan ausstrahlt. Im Text daneben heißt es: „Angst vor dem Tod? Im Leben nicht!“

Insgesamt sind 15 Motive entstanden, die Hospiz-Gäste oder deren Angehörige zeigen. Diese 15 unterschiedlichen Plakat-Motive sind im März auf insgesamt 45 Plakatmotiven in Arnsberg und Sundern zu sehen. Außerdem rollen durch die beiden Städte mehrere Wagen, an denen jeweils vier Plakate befestigt sind.

Initiiert wurde das Projekt vom Neheimer Fotografen Christoph Meinschäfer und seinem Bruder Thomas, der viel Organisationsarbeit für das Projekt übernahm. Die Brüder wurden unterstützt von Kooperationspartnern: die Neheimer Werbeagentur koko (Sabine Dohle und Steffi Schrade) sowie der freiberuflichen Texter („koppYwriter“) Sebastian Kopp. Alle Kreativen arbeiteten ehrenamtlich. Außerdem gelang es ihnen für jedes Plakatmotiv jeweils einen Sponsor zu finden, mit dessen Hilfe unvermeidliche Kosten wie Druck etc. beglichen werden können, aber auch ein Erlös darüber hinaus erzielt werden kann.

Hospiz auf Spenden angewiesen

„Wir wollen mit der Plakataktion das ehrenamtliche Engagement auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern im stationären sowie im ambulanten Hospizdienst fördern. Darüber hinaus möchten wir Spenden einwerben, auf die das Arnsberger Hospiz Raphael angewiesen ist“, beschreibt Thomas Meinschäfer die Ziele der Aktion. Es geht aber auch um eine gute Information der Öffentlichkeit über die ambulante und stationäre Hospizarbeit und die Hintergründe der jetzigen Plakataktion. Hierfür wurden 44-seitige, reichlich bebilderte Broschüren erstellt, die im Hospiz Raphael in Alt-Arnsberg, beim ambulanten Hospizdienst Sternenweg in Neheim oder bei Fotografie Meinschäfer erhältlich sind. Außerdem werden bei speziellen Veranstaltungen auch noch Broschüren verteilt. Neben Plakaten und Broschüren gibt es auch Anzeigen mit den Plakatmotiven in der heimischen Presse.

Die jetzige Plakataktion ist eine Fortsetzung der Meinschäfer-Initiative vor drei Jahren, als heimische Prominente auf Plakaten für die Hospiz-Idee warben. Nun will Meinschäfer Betroffene und anderen Angehörige zeigen. Ausdrücklich dankte er ihnen für die Bereitschaft, sich fotografieren zu lassen. „Einige der Fotografierten leben nicht mehr. Sie werden immer einen guten Platz in unseren Herzen behalten“, so Meinschäfer.